Robert Adam (Richter)

Robert Adam (* 1894; † 1979) war ein deutscher Jurist und Richter. Er war Senatspräsident beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof und Mitglied des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs.

Leben

Adam studierte Rechtswissenschaft. Er nahm von 1914 bis 1918 am Ersten Weltkrieg teil. 1920 wurde er zum Dr. iur. promoviert und legte die Große Juristische Staatsprüfung als Jahrgangsbester des Staatskonkurses ab. Im selben Jahr wurde Regierungsassessor bei der Regierung von Oberbayern. Von 1921 bis 1925 war er im Bayerischen Staatsministerium des Innern tätig und wurde 1925 zum Bezirksamtmann in Alzenau ernannt.

1927 schied er auf eigenen Wunsch aus dem Staatsdienst aus und übernahm die Leitung des Arbeitsamtes München, das er bis 1944 führte. Im März 1933 wurde er kurzzeitig in „Schutzhaft“ genommen. Im Dezember 1944 wurde er aus politischen Gründen als Leiter des Arbeitsamtes abgesetzt. Im Frühjahr 1945 war er als Referent für Statistik und Kassenwesen im Gauarbeitsamt München tätig.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Adam im Mai 1945 von der US-Militärregierung als Direktor des Arbeitsamtes München wieder eingesetzt und im Juli desselben Jahres zum Stellvertreter des Präsidenten des Landesarbeitsamtes München-Oberbayern ernannt. Von 1945 bis 1946 befand er sich aufgrund seines dienstlichen Ranges als Ministerialrat im sogenannten automatic arrest.

1946 wurde Adam zum vorläufigen Direktor des Oberversicherungsamtes München bestellt. Anschließend war er von 1946 bis 1948 Oberverwaltungsgerichtsrat und wurde 1948 zum Ministerialdirigent sowie stellvertretenden Leiter der Abteilung für Wohnraumbewirtschaftung und Flüchtlingswesen im Innenministerium ernannt.

1951 folgte die Berufung zum Senatspräsident beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. Von 1952 bis 1957 gehörte Adam dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof an, wo er von 1953 bis 1957 als Zweiter Vertreter des Präsidenten tätig war. 1959 trat er in den Ruhestand.

Literatur

  • Manuel Limbach: Bürger gegen Hitler. Vorgeschichte, Aufbau und Wirken des bayerischen »Sperr-Kreises«. Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, E-Buch 2019, S. 258.