Ringwallanlage Almerskopf
| Ringwall Almerskopf | ||
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Digitales Reliefbild des Almerskopfs | ||
| Alternativname(n) | Ringwall Almerskopf am Löhnberger Tal | |
| Staat | Deutschland | |
| Ort | Merenberg-Barig-Selbenhausen | |
| Entstehungszeit | Latènezeit | |
| Burgentyp | Höhenbefestigung | |
| Erhaltungszustand | Ringwallanlage | |
| Bauweise | Stein | |
| Geographische Lage | 50° 32′ N, 8° 13′ O | |
| Höhenlage | 336 m ü. NN | |
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Der Ringwall Almerskopf ist eine Höhenburg vom Typus einer vorzeitlichen Ringwallanlage auf dem Almerskopf bei dem Ortsteil Barig-Selbenhausen der Gemeinde Merenberg im Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen.
Beschreibung
Die RWA Almerskopf ist eine, im inneren Ring etwa 670 m Umfang messende, 3,3 ha große[1] gut erhaltene Ringwallanlage aus der mittleren Latènezeit. Die ovale, Südwest-Nordost ausgerichtete Anlage ist vollständig bewaldet.
Ungefähr 2 km südlich befindet sich am Berg Höhburg, dem Roten Kopf und dem Hintersten Kopf drei weitere, bisher kaum erforschte Ringwallanlagen.
Aus dem digitalen Geländemodell ist ersichtlich, dass im Südwesten ein kleiner Annexwall (von heute noch etwa 165 m nachweisbar) vorgelagert war und von Norden nach Osten der Ringwall aus mindestens zwei Wällen bestand. Der dabei dem eigentlichen Ringwall vorgelagerte Wallabschnitt ist etwa 340 Meter lang. Zwischen diesen beiden Wällen liegt im nördlichen Teil ein etwa 105 Meter langer Abschnittswall als weiteres Annäherungshindernis.
Im Osten ist das Gelände durch einen alten Steinbruch komplett überformt, der die Reste der Anlage hier weitestgehend zerstört hat. Nach Südosten ist von Osten bis Südwesten ein weiterer heute nur noch angeflachter ca. 350 Meter langer Abschnittswall in einem Abstand von ca. 75 bis 100 Meter vorgelagert. Davor finden sich viele kleine Terrassen, die zur Annahme verleiten, dass diese in keltischer Zeit zur landwirtschaftlichen Nutzung angelegt wurden waren.
In einigen Abschnitten sind die Wälle durch größere Steinpackungen heute noch gut sichtbar.
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Reste der Anlage am Almerskopf
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Verstürzte Reste des latènezeitlichen Ringwalls
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Der Ringwall umschloss den Burgberg …
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… und nutzte steile Stellen zur Sicherung
Siehe auch
Literatur
- F.-R. Herrmann, E. Schubert: Der Almerskopf bei Barig-Selbenhausen. Führungsblatt zu dem keltischen Ringwall nahe Merenberg, Kreis Limburg-Weilburg (= Band 150 von Archäologische Denkmäler in Hessen). Wiesbaden 1999, ISBN 3-89822-150-4, 16 Seiten.
- Inventar der vor- und frühgeschichtlichen Denkmäler von Hessen, Bände 1 – 2, Verlag F. Steiner, 1965, S. 155, 168 und 169
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Mit eingerechneten Annex- und Abschnittswällen ergibt sich eine Fläche von sogar 7,1 ha. Berechnungen nach den Reliefdaten im hessischen Windatlas, September 2025.