Richard-Wagner-Straße 16 (Weimar)
Die Richard-Wagner-Straße 16 ist ein dreigeschossiges denkmalgeschütztes Wohnhaus in der Weimarer Westvorstadt.
Geschichte und Beschreibung
Zur Bauzeit hieß die Richard-Wagner-Straße Grunstedter Straße.[1] Das Mietshaus entstand 1901/02 nach Plänen von Wilhelm Müller im Auftrag des Rentiers August Schmidt. Das ist nicht der einzige Bau in der Richard-Wagner-Straße, die der Rentier in Auftrag gegeben hatte. Er war auch vom Haus Richard-Wagner-Straße 24 Bauherr. Das Gebäude ist stilistisch dem Jugendstil zuzurechnen. Das Gebäude ist mit seiner Schmalseite zur Straße hin ausgerichtet. Die Bauweise ist konventionell: Keller- und Erdgeschoss sind aus Bruchstein – bzw. Bachsteinmauerwerk, die darüberliegenden Geschosse aus Fachwerk mit Vorlagemauerwerk. Die Putzfassade zeigt in ihrer Gliederung mit geböschtem Sockel, genutetem Erdgeschoss und den glatt verputzten Obergeschossen eine für den Historismus typische Geschosshierarchie. Die Fassade zieren vegetabile Ornamente. Als asymmetrischer Akzent ist in der nördlichen Achse der straßenseitigen Fassade ein halbrunder Erker angeordnet, welcher sich über zwei Geschosse erstreckt. Auch die Dachgauben sind mit Ornamenten verziert. Der Hauseingang befindet sich in einem verglasten Vorbau an der Nordseite. Von der bauzeitlichen Ausstattung blieben u. a. die Wohnungstüren, das Treppenhaus, Stuckdecken und Parkettfußböden erhalten.[2] In diesem Hause wohnte der Germanist Carl Schüddekopf.[3]
Einzelnachweise
- ↑ Gitta Günther, Rainer Wagner: Weimar Straßennamen, RhinoVerlag Ilmenau, S. 114. ISBN 978-3-939399-49-0.
- ↑ Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold, Erfurt 2009, S. 799 f. Fälschlich steht hier Alfred Müller. Laut dem Register ist aber Wilhelm Müller als entwerfender Architekt gemeint. Ein „Alfred Müller“ steht nicht im Register!
- ↑ Minerva: Jahrbuch der gelehrten Welt, Band 20, S. 1284.
Koordinaten: 50° 58′ 31,2″ N, 11° 19′ 5,2″ O