Reinhold Koch-Zeuthen
Reinhold Koch-Zeuthen, eigentlicher Name Karl Reinhold Koch (* 5. Juli 1889 in Zeuthen; † 11. Februar 1949 in Bad Doberan),[1] war ein deutscher Maler, Grafiker und Hochschullehrer.
Leben
Reinhold Koch, der sich später Koch-Zeuthen nannte, studierte ab 1905 in Berlin: zuerst an der Königlichen Kunstschule, danach an der Kunstgewerbeschule, immer wieder durch Krankheiten unterbrochen. Ab 1909 nahm er regelmäßig an den Großen Berliner Kunstausstellungen teil. Von 1915 bis 1918 studierte er an der Akademischen Hochschule für die bildenden Künste in Charlottenburg, u. a. bei Friedrich Kallmorgen. Ab 1916 stellte er auch im Münchner Glaspalast aus sowie 1920 auf der Großen Düsseldorfer Kunstausstellung. 1920 heiratete er die Künstlerin und Schauspielerin Hella Otto.[2] 1938 wurde er Lehrer an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin-Charlottenburg und wurde 1939 zum Professor ernannt. 1945 endete seine dortige Tätigkeit.
Koch-Zeuthen malte Bildnisse, Stillleben, Landschaften und Stadtlandschaften. Er lieferte auch Illustrationen für die Leipziger Illustrirte Zeitung, Die Woche, Daheim und Die Gartenlaube. Er war Mitglied im Verein Berliner Künstler und Vorstandsmitglied im Verein der Kunstfreunde im preußischen Staate.
Als überzeugter Nationalsozialist war er bereits zum 1. September 1930 in die NSDAP eingetreten (Mitgliedsnummer 312.513).[3] Von 1934 bis 1936 war er Referent des Reichsverbandes bildender Künstler (RVbK)[4] 1935 war er Geschäftsführer der „Ausstellungsleitung Berlin“.
Weblinks
- Reinhold Koch-Zeuthen (Lebenslauf). In: ZVAB. Abgerufen am 1. Dezember 2025
Einzelnachweise
- ↑ Standesamt Bad Doberan, Sterbebuch 1949, Urkunde Nr. 30
- ↑ Standesamt Berlin-Wilmersdorf, Heirats-Nebenregister 1920, Urkunde Nr. 781
- ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/21580035
- ↑ Elisabeth Fendl u. a. (Hrsg.): Jahrbuch Kulturelle Kontexte des östlichen Europa. Band 59. Waxmann, Münster - New York 2018, ISBN 978-3-8309-8946-2, S. 58. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).