Reiner Gaar
Reiner Gaar (* 1958 in Schwabach) ist ein deutscher Komponist, Kirchenmusikdirektor und Dozent an den Hochschulen für Musik in Bayreuth und Würzburg.
Leben
Reiner Gaar studierte Kirchenmusik u. a. bei Zsolt Gárdonyi, Julian von Károlyi und Marta Sosińska in Bayreuth und Würzburg. Daran schloss er ein Orgel- und Improvisationsstudium bei Günther Kaunzinger und Daniel Roth an und besuchte Meisterkurse. Er war 1981 1. Preisträger beim Wettbewerb der kirchenmusikalischen Ausbildungsstätten in Deutschland. Er wirkte in der Kommission zur Erstellung des Choralbuchs für das Evangelische Gesangbuch mit.
Gaar war von 1987 bis 1995 Dozent für künstlerisches und liturgisches Orgelspiel an der Hochschule für Kirchenmusik in Esslingen (heute: Evangelische Hochschule für Kirchenmusik Tübingen) und ist seit 1998 Dozent für liturgisches Orgelspiel an der Hochschule für evangelische Kirchenmusik Bayreuth. Mehrere Orgelkonzert- und Kirchenmusikreihen gehen auf seine Initiative zurück.
Er war langjähriger Kirchenmusikdirektor des Dekanates Castell und ist Prüfungsbeauftragter des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg.[1] Im Sommer 2024 wurde Rainer Gaar nach über 40 Jahren Dienst in Castell in den Ruhestand verabschiedet.[2]
Gaar ist Autor zahlreicher Kompositionen für Orgel, Blechbläser und andere Instrumente. Er verfasste ein auch an Musikhochschulen verwendetes Lehrbuch zur Orgelimprovisation[3] und veröffentlichte mehrere Einspielungen (LP und CD). Als Konzertorganist ist er europaweit tätig.
Werke (Auswahl)
- Introduktion und Passacaglia (1991)
- Chomolungma (1996)
- Orgelimprovisation (Lehrplan und Arbeitshilfen) (1996)
- Festliche Oberstimmen zum Posaunen-Choralbuch (1997)
- Et resurrexit (2011)
Weblinks
- Homepage von Reiner Gaar
- YouTube-Kanal von Reiner Gaar
Einzelnachweise
- ↑ Reiner Gaar. Verlag Dohr, abgerufen am 1. September 2025.
- ↑ Nach 40 Jahren geht Kirchenmusikdirektor Reiner Gaar in den Ruhestand. 17. Juni 2024, abgerufen am 30. November 2025.
- ↑ Gaar, Rainer. In: Komponistenlexikon. Deutscher Komponistenverband, archiviert vom am 21. Januar 2022; abgerufen am 1. September 2025.