Reichenstraße 15 (Quedlinburg)

Das Haus Reichenstraße 15 ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Stadt Quedlinburg in Sachsen-Anhalt.

Lage

Es befindet sich im nördlichen Teil der historischen Quedlinburger Neustadt, auf der Westseite der Reichenstraße. Nördlich des Hauses springt die Straßenflucht der Reichenstraße deutlich vor.

Architektur und Geschichte

Das zweigeschossige schlichte Fachwerkhaus stammt wohl aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts,[1] andere Angaben nennen die Zeit um 1700. Das Haus verfügt über eine sogenannte Fensterreihung sowie Fußstreben. Im 18. Jahrhundert erfolgte eine Erneuerung des Erdgeschosses. Das Gebäude erhielt auch eine Profilbohle.

2025 erhielt das Haus den Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt.[2]

Im Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt ist das Wohnhaus unter der Erfassungsnummer 094 46182 als Baudenkmal eingetragen.[3]

Eigentümer

1675 gehörte das Haus dem Nachtrufer Valtin Schumann (auch Valentin Schumann), der auch 1677 und 1678 erwähnt wurde. 1693 gehörte es dem Brauknecht des Klosters, Christian Stockmann (auch Stoffmann). Möglicherweise in der Zeit um 1700 erfolgte ein Neubau, wohl durch Lorenz Zimmermann, einem Schwager Stockmanns. 1727 und wohl auch schon um 1720 war Heinrich Joachim Müller Eigentümer, 1758 der Kärner Johann Zacharias Müller, der auch noch um 1760 genannt wurde. Im Jahr 1799 war der Tuchmachergeselle Johann Tobias Mühlberg Eigentümer, 1820 Julius Mühlberg und auch noch 1852 ein Tuchmacher Mühlberg. Eine Witwe Mühlberg, geborene Funke, wurde 1878 geführt, 1899 wohl ein Gastwirt Bethge. 1910 war der Invalide Michelmann Eigentümer, 1935 ein Werkmeister Michelmann und 1950 der Rentner Ch. Michelmann.[4]

Literatur

  • Karlheinz Wauer, Häuserbuch der Stadt Quedlinburg von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Jahre 1950, B Die Neuststadt, Schriftenreihe der Stiftung Stoye, Band 58, Stiftung Stoye 2014, ISBN 978-3-93723022-1, Seite 316.
  • Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. Band 7: Falko Grubitzsch, unter Mitwirkung von Alois Bursy, Mathias Köhler, Winfried Korf, Sabine Oszmer, Peter Seyfried und Mario Titze: Landkreis Quedlinburg. Teilband 1: Stadt Quedlinburg. Fliegenkopf, Halle 1998, ISBN 3-910147-67-4, Seite 220.

Einzelnachweise

  1. Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. Band 7: Falko Grubitzsch, unter Mitwirkung von Alois Bursy, Mathias Köhler, Winfried Korf, Sabine Oszmer, Peter Seyfried und Mario Titze: Landkreis Quedlinburg. Teilband 1: Stadt Quedlinburg. Fliegenkopf, Halle 1998, ISBN 3-910147-67-4, Seite 220
  2. Deutschlands kleinstes Stadttheater in Naumburg (Saale) erhält Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt 2025 vom 28. November 2025 auf www.ak-lsa.de
  3. Kleine Anfrage und Antwort Olaf Meister (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen), Kultusministerium 19.03.2015 Drucksache 6/3905 (KA 6/8670) Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Seite 2224
  4. Karlheinz Wauer, Häuserbuch der Stadt Quedlinburg von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Jahre 1950, B Die Neuststadt, Schriftenreihe der Stiftung Stoye, Band 58, Stiftung Stoye 2014, ISBN 978-3-93723022-1, Seite 316

Koordinaten: 51° 47′ 30,5″ N, 11° 9′ 2,5″ O