Regenwald der Österreicher
| Regenwald der Österreicher | |
|---|---|
| Rechtsform | Gemeinnütziger Verein |
| Gründung | 1991 |
| Gründer | Michael Schnitzler |
| Sitz | Wien, Österreich |
| Zweck | Naturschutz, Klimaschutz, Wiederbewaldung |
| Website | www.regenwald.at |
Der Regenwald der Österreicher ist ein Naturschutzprojekt das 1991 von Michael Schnitzler gegründet wurde und von einem Verein getragen wird.
Ziele und Zweck
Der Verein setzt sich insbesondere ein für:
- den Erhalt und die Renaturierung tropischer Tieflandregenwälder im Südwesten Costa Ricas;
- die Wiederherstellung verbundener Waldgebiete durch land- und forstwirtschaftliche Flächenankäufe und Aufforstung (Biologischer Korridor);
- den Schutz und die Förderung der Artenvielfalt in einem der artenreichsten Regenwaldgebiete der Erde;
- die Einbindung der lokalen Bevölkerung, Bildung, Forschung und nachhaltigen Ökotourismus.
Geschichte
Der Wald im Gebiet Esquinas‑Regenwald bei Golfito an der Pazifikküste Costa Ricas galt als hochgradig gefährdet. Der Verein Regenwald der Österreicher kaufte seit 1991 mit Spendengeldern Stück für Stück Waldflächen und übergab diese der costa-ricanischen Nationalparkverwaltung zur dauerhaften Sicherung.
In den ersten etwa 25 Jahren wurden über 4000 Hektar Wald erworben und in den Nationalpark Piedras Blancas integriert. Später verlagerte sich der Schwerpunkt auf das Projekt COBIGA (Corredor Biológico La Gamba), mit dem Ziel, den Tieflandregenwald mit dem Bergregenwald der nahegelegenen Gebirgszüge zu verbinden und so langfristig die ökologische Durchgängigkeit sicherzustellen.
Projekte
COBIGA – Biologischer Korridor La Gamba
Das Projekt COBIGA (spanisch: Corredor Biológico La Gamba) ist ein großflächiges Naturschutz- und Wiederbewaldungsprojekt im Süden Costa Ricas. Ziel ist die Wiedervernetzung fragmentierter Regenwaldflächen zwischen den Tieflandregenwäldern am Golfo Dulce und den Bergregenwäldern der Fila Cal, nördlich des „Regenwalds der Österreicher“.
COBIGA ist Teil des nationalen Netzwerks biologischer Korridore Costa Ricas und gehört zum übergeordneten Amistosa-Korridor, der den Nationalpark Corcovado auf der Halbinsel Osa mit dem Nationalpark La Amistad im Talamanca-Gebirge verbindet.
Das Projekt wird gemeinsam von der Tropenstation La Gamba (Universität Wien), dem Verein Regenwald der Österreicher, Rainforest Luxemburg und lokalen Gemeinden getragen. Es umfasst Landankäufe, Wiederbewaldung ehemaliger Weide- und Plantagenflächen mit bis zu 200 einheimischen Baumarten sowie Bildungs- und Forschungsinitiativen zur Förderung nachhaltiger Landnutzung.
Stand 2024 beträgt die Fläche des Korridors rund 757 Hektar und umfasst 19 Fincas mit Primär- und Sekundärwald sowie Wiederbewaldungszonen unterschiedlichen Alters. COBIGA gilt als Modellprojekt für Landschafts- und Korridormanagement in den Tropen und trägt wesentlich zur Erhaltung der Biodiversität in der Region Golfo Dulce bei.
Forschung, Bildung und Einbindung der Bevölkerung
Der Verein fördert Forschung an der Tropenstation La Gamba, unterstützt Wildhüter-Programme und integriert die lokale Bevölkerung durch nachhaltigen Ökotourismus und Schul- bzw. Bildungsprojekte.
Finanzierung
Die Arbeit des Vereins wird überwiegend durch Spenden finanziert. Diese fließen in Landkauf, Wiederbewaldung, Artenschutz und Bildungs- bzw. Forschungsinitiativen.
Weblinks
- Offizielle Website des Vereins Regenwald der Österreicher
- Projektseite des COBIGA-Korridors
- Video: Neue Lebensadern für den Regenwald