Rechertsried

Rechertsried ist ein Gemeindeteil und eine Gemarkung von Kollnburg, einer Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Regen.

Geographie

Das Dorf Rechertsried liegt im Bayerischen Wald etwa einen Kilometer nördlich von Kollnburg am Riedbach.

Die Gemarkung Rechertsried (095719) umfasst 16,557 km² und hat 464 Einwohner.[1]

Geschichte

Der Ort gehört zu den ried-Orten der Rodungswelle des 12. und 13. Jahrhunderts und war vermutlich ein Ministerialensitz der Grafen von Bogen. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts sind erstmals die Dienstmannen in Rechertsried in den Traditionen des Klosters Windberg beurkundet, nämlich Wolfminus und Heinricus de rochlinisried.[2] Die Grafen von Bogen gaben Güter in Rechertsried ihrem Hauskloster Windberg, die Besitzungen erscheinen auch im herzoglichen Urbar von 1391/1407. Nach dem Aussterben der Bogener kam der Ort in den Besitz der Landesherren, von denen unter anderem auch die Nußberger Besitzungen erwarben.

Als Sitz einer Hauptmannschaft wurde Rechertsried 1808 Steuerdistrikt und mit dem Gemeindeedikt von 1818 Ruralgemeinde, zu der Sedlhof eingegliedert wurde. 1946 wurde die Gemeinde erstmals nach Kollnburg eingemeindet, sie erhielt aber 1948 wieder ihre Selbständigkeit. Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurden am 1. Oktober 1971 die Gemeinde Rechertsried in die Gemeinde Kollnburg eingegliedert.[3]

Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmäler in Kollnburg sind für Rechertsried drei Baudenkmäler aufgeführt, eine Hofanlage in Rechertsried 6, eine Waldlerhaus in Rechertsried 14 und ein Traidkasten in Rechertsried 54.

Die Kapelle von Rechertsried liegt östlich etwas außerhalb des Orts.

Einzelnachweise

  1. Gemarkung Rechertsried (Kollnburg) / Bayern. In: Geoindex.io. Abgerufen am 23. Dezember 2025.
  2. Maximilian Slowioczek: Die Grafen von Bogen: Besitz, Rechte und Gefolge einer Adelsfamilie im bayerischen Hochmittelalter. Verlag Friedrich Pustet, 2024, ISBN 978-3-7917-7502-9, S. 138 (google.de [abgerufen am 23. Dezember 2025]).
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 584.

Koordinaten: 49° 3′ N, 12° 50′ O