Raymond de Mostuéjouls
Raymond de Mostuéjouls OSB (auch Monstucjouls oder Musfojoli; * um 1280 in Saint-Rome-de-Tarn; † 12. November 1335 in Avignon) war ein französischer Kardinal des 14. Jahrhunderts und Mitglied des Benediktinerordens.
Biographie
Raymond de Mostuéjouls entstammte einer alten Adelsfamilie aus dem Rouergue, der Familie de Mostuéjouls, die aus dem gleichnamigen Ort Mostuéjouls stammt. Er war der Sohn von Richard de Mostuéjouls und seiner Frau Guillelmine.
Er trat in die Benediktinerabtei Saint-Guillaume du Désert ein. Er promovierte zum Doktor der Rechtswissenschaften.
Er war Abt von Saint-Thibéry im Bistum Agde und Prior von Saint-Flour. Am 9. Juli 1317 wurde er zum Bischof von Saint-Flour ernannt und am 31. Juli 1317 weihte Bérenger de Frédol, Kardinalbischof von Frascati, ihn in Avignon zum Bischof. Am 16. April 1319 wurde er in das Bistum Saint-Papoul versetzt, das er bis 1329 leitete.
Papst Johannes XXII. zog ihn wegen seiner Gelehrsamkeit und seiner kirchenrechtlichen Kenntnisse häufig zu Rate. Er spielte eine Rolle bei der Verurteilung der „spirituellen“ Franziskaner wegen Häresie, darunter Petrus Johannis Olivi (Pierre Jean Olieu) und Bernard Délicieux.
Im Konsistorium vom 18. Dezember 1327 wurde er von Papst Johannes XXII. zum Kardinal erhoben und ihm wurde die Titelkirche Sant’Eusebio zugewiesen. Der Kardinal de Mostuéjouls nahm am Konklave 1334 teil, bei dem Benedikt XII. gewählt wurde. Im Dezember 1314 wurde er Kardinalprotopriester. Er starb um 1335 und wurde unter der Vorhalle der Abtei Saint-Guilhem-le-Désert beigesetzt.
Siehe auch
Weblinks
- Eintrag zu Raymond de Mostuéjouls auf catholic-hierarchy.org (englisch)
- Eintrag zu Raymond de Mostuéjouls auf gcatholic.org (englisch)
- Raymond de Mostuéjouls. In: Salvador Miranda: The Cardinals of the Holy Roman Church. (Website der Florida International University, englisch)
Literatur
- Gaetano Moroni: Dizionario di erudizione storico-ecclesiastica da S. Pietro sino. (1847), Band 47, S. 133.
- Abbé Fleury: Histoire ecclésiastique depuis l’an 1300 jusques à l’an 1339. (1720), Band 19, S. 264.