Rashidah Ismaili
Rashidah Ismaili AbuBakr (* in Cotonou) ist eine beninisch-US-amerikanische Schriftstellerin.[1] Sie lebt in New York und wird der Black-Arts-Bewegung der 1960er-Jahre zugerechnet.[1]
Leben
Ismaili wuchs in Cotonou auf; ihre Mutter stammte aus dem heutigen Benin, ihr Vater aus Kano im Norden Nigerias, und sie besuchte zunächst die Koranschule ihres Großvaters und eine katholische Missionsschule.[2] Nach dem Tod ihrer Mutter wurde sie für sechs Jahre in ein französisches Internat geschickt.[2] Im Jahr 1957 zog sie nach New York, wo sie ihren Ehemann wiedertraf, der ein Stipendium erhalten hatte.[3] Ursprünglich wollte sie Opernsängerin werden und sie erwarb am New York College of Music einen Bachelor in Gesang, studierte Musicaltheater an der Mannes School of Music und schloss anschließend einen Master in Sozialpsychologie an der New School for Social Research und sie promovierte in Ethnotherapie und Psychodrama.[1] Sie ließ sich dauerhaft in New York nieder und lebt seit Langem im Stadtteil Harlem.[4] Beruflich wirkte sie über mehr als drei Jahrzehnte in Lehre und Beratung, darunter als Associate Director des Higher Education Opportunity Program am Pratt Institute und in Lehre und Forschung an der Wilkes University und der Rutgers University.[5]
Wirken
Ismaili veröffentlichte mehrere Lyrikbände, darunter Missing in Action and Presumed Dead: Poems (1992) und Cantata for Jimmy (2004), gab die Anthologie Womanrise (1978) mit heraus und schrieb das Theaterstück Rice Keepers (2007).[1] Ihre Autobiography of the Lower East Side (‘Autobiographie der Lower East Side’, 2014) zeichnet Künstler- und Aktivistenmilieus im New York der späten 1950er- und 1960er-Jahre nach.[6] Auf Grundlage ihrer Gedichte komponierte Joyce Solomon-Moorman die Oper Elegies for the Fallen, die 2005 am Borough of Manhattan Community College zur Aufführung kam.[1] Zeitgleich zu ihrer literarischen Arbeit brachte sie sich als kulturelle Organisatorin ein: In ihrer Wohnung in Harlem veranstaltet sie seit Jahrzehnten den Salon d’Afrique, der Kunstschaffende aus Afrika und der Diaspora mit der Nachbarschaft zusammenbringt.[4] Sie war Vizepräsidentin der Frauen-Kunstorganisation Pen & Brush.[1] Sie lehrte und präsentierte zu afrikanischer und afroamerikanischer Literatur an Institutionen wie Rutgers University, Hunter College und Wilkes University.[3] Für ihren jahrzehntelangen Einsatz für Kunst und Gemeinschaft wurde sie 2025 bei den Clara Lemlich Awards ausgezeichnet.[3] Ihre Arbeiten wurden breit anthologisiert und in zehn Sprachen übersetzt.[4] Zusätzlich ist ihre Rolle in der New Yorker Literaturszene durch kontinuierliche Lesungen, Residenzen und Veranstaltungen dokumentiert.[7]
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f Rashidah Ismaili. In: Poetry Foundation. Abgerufen am 25. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ a b Interview de Rashidah Ismaili (Amina, décembre 2005). In: University of Western Australia – AFLIT. Dezember 2005, abgerufen am 25. Oktober 2025 (französisch).
- ↑ a b c Rashidah Ismaili. In: Labor Arts – Clara Lemlich Awards 2025. Abgerufen am 25. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ a b c Rashidah Ismaili. In: PEN America. Abgerufen am 25. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Rashidah Ismaili. In: Millay Arts. Abgerufen am 25. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Autobiography of the Lower East Side. In: Google Books. 2014, abgerufen am 25. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Rashidah Ismaili. In: Center for the Humanities, The Graduate Center, CUNY. Abgerufen am 25. Oktober 2025 (englisch).