Ranheim (Trondheim)

Ranheim ist ein Gebiet im Stadtteil Østbyen in Trondheim. Ranheim gehörte vor der Fusion mit der Gemeinde Trondheim im Jahr 1964 zur Gemeinde Strinda.

Ortsname

Der Name Ranheim leitet sich von rani ab, was «snute» (Schnauze) oder «spiss» (Spitze) bedeutet. Philologen glauben, dass dies die Bedeutung des Ortsnamens nach einer hohen Landzunge ist. Es wurde auch vermutet, dass der Name vom südsamischen Raane- stammt und mit der samischen Fruchtbarkeitsgöttin Rana Niejta in Verbindung steht, da es sich um eine fruchtbare Gegend handelt. Rune Molnes und Albert Jåma schreiben, dass Raanegåetie ein samischer Name für Ranheim sein könnte.[1]

Industrie

Der Bezirk hatte historisch eine starke Arbeiterbewegung aufgrund der Papierfabrik, die den Grundstein für die Besiedlung der Region legte. Der Fluss «Vikelva» (auch «Lutelva» oder «Reppen» genannt) fließt durch den Bezirk und der Zugang zu fließendem Wasser war ein Faktor, der zur Gründung einer Papierfabrik in Ranheim beitrug.

Es war der Fabrikingenieur L. J. Dorenfeldt (geb. 1863 in Ranheim), der die Ranheim Papirfabrik 1891 plante und baute, nachdem er 1884 – im selben Jahr, in dem die Zellulosefabrik ihren Betrieb aufnahm – als Betriebsassistent in der Ramheim Cellulosefabrik angestellt war.[2][3] Die Papierfabrik wurde zwischen 1903 und 1906 umgebaut und 1907 sowie 1912 erweitert.[3] Die Fabrik war viele Jahre lang Teil der Petersongruppen. 2019 übernahm die Fundermax GmbH die Fabrik, die Papier und Karton aus Altpapier als Rohstoff herstellt.[4]

Sport

Die Sportmannschaft des Stadtteils heißt Ranheim Idrettslag (RIL) und ist in vier Abteilungen unterteilt: Fußball, Handball, Leichtathletik und Mehrkampfsport.

Im Fußball hat Ranheim auch noch den Ranheim Fotball, den Forza Ranheim und die EXTRA Arena.

Entwicklung

Der Stadtteil entwickelte sich. Mehrere große Bauprojekte wurden initiiert. Norwegens zweite Leichtathletikhalle wurde in Verbindung mit der neuen Schule in Ranheimsfjæra gebaut.[5] Die neue Ranheim skole nimmt Schüler der 1. bis 7. Klasse auf. Direkt neben der Schule in Ranheimsfjæra Vestre wurden außerdem 200 Wohnungen gebaut; auch in Østre. Am 6. April 2021 wurde der Bane NOR Ranheim stasjon wiedereröffnet, der seit 1973 für den Personenverkehr gesperrt war.[6][7][8]

Es gibt auch die Ranheim kirke.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Samiske stedsnavn i Sør-Norge. 26. November 2020; (norwegisch).
  2. Abel (Hrsg.): Norske ingeniører og arkitekter. 1916, S. 22 (norwegisch, nb.no).
  3. a b Foreningen (Hrsg.): Norsk papirkalender. Kristiania 1918, S. 114–115 (norwegisch, nb.no).
  4. 2019–2023. 4. Dezember 2023; (norwegisch).
  5. Ranheim friidrettshall på WikiStrinda
  6. Bane NOR: Plattformtiltak for nye tog på Trønderbanen. 28. August 2020; (norwegisch).
  7. SJ Norge: Pressemelding: Ranheim stasjon åpnes 6. april | SJ Norge. 19. März 2022; (norwegisch).
  8. NRK: Gjenåpner Ranheim stasjon. 19. März 2022; (norwegisch (Bokmål)).

Koordinaten: 63° 25′ N, 10° 31′ O