Randeck (Essing)
Randeck Markt Essing
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| Koordinaten: | 48° 56′ N, 11° 47′ O |
| Einwohner: | 69 (25. Mai 1987)[1] |
| Eingemeindung: | 1924 |
| Eingemeindet nach: | Altessing |
| Postleitzahl: | 93343 |
Randeck ist ein Gemeindeteil des Marktes Essing[2] und eine Gemarkung im niederbayerischen Landkreis Kelheim.
Geographie
Das Dorf liegt nordöstlich des Kernorts Essing auf einer Hochfläche unterhalb der Burg Randeck im Altmühltal.
Die Gemarkung Randeck hat eine Fläche von 11,205 km²,[3] nur den Gemarkungsteil 0 und liegt vollständig in der Gemeinde Essing.[4] Orte in der Gemarkung sind Eisensdorf, Felsenhäusl, Hiersdorf, Osterholzen, Randeck, Riedhof und Weihermühle.
Geschichte
Die erste Befestigungsanlage über Randeck entstand wahrscheinlich bereits im 10. Jahrhundert unter Herzog Arnulf I. von Bayern zum Schutz gegen die Einfälle der Ungarn. Die heutige Burg Randeck wurde im 11. und 12. Jahrhundert von den Randeckern erbaut. 1298 fiel die Burg an die Abensberger Babonen, nach deren Aussterben 1485 schließlich an das Herzogtum Bayern. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Burg Randeck 1634 von den schwedischen Truppen stark beschädigt. 1672 erwarb das Jesuitenkolleg Ingolstadt die Burg und Herrschaft Randeck. Nach Auflösung des Ordens 1773 fiel sie abermals an das mittlerweile zum Kurfürstentum aufgestiegene Bayern und dessen Pfleggericht Riedenburg. 1776 erwarb der Malteserorden die Anlage. Nach dessen Auflösung wurde durch Reskript (Verfügung) der Regierung vom 10. März 1809 der letzte Großkomtur Graf Maximilian von Preysing-Moos in den Naturalgenuß und die Selbstadministration der Kommende Randeck wieder eingesetzt. 1837 gelangte Randeck wieder an Bayern.[5]
Mit dem bayerischen Gemeindeedikt von 1818 wurden die Gemeinden Randeck, Altessing und Neuessing (= Essing) gebildet. Die Gemeinde Randeck kam 1924 zur Gemeinde Altessing. Bis 1938 bestand die Gemeinde Altessing, aus der gemeinsam mit Neuessing die Gemeinde Essing gebildet wurde.[6]
Baudenkmäler
In der Liste der Baudenkmäler in Essing sind für Randeck folgende Baudenkmäler aufgeführt:[7]
- Burgruine Randeck
- Vorburg der Burg Randeck, Wohnhaus, ehemalige Stallung, 15./16. Jahrhundert
- Ehemaliger Zehentstadel, 15./16. Jahrhundert
- Katholische Kapelle St. Bartlmä: hinter Randeck, im Kern wohl noch romanisch; sonst wahrscheinlich 15. Jahrhundert
Einzelnachweise
- ↑ Randeck In: bavarikon.de
- ↑ Markt Essing, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 5. Juli 2021.
- ↑ Gemarkung Altessing auf geolytics.de, abgerufen am 21. November 2021
- ↑ Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 14. Juli 2020, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 2. Februar 2021; abgerufen am 29. Januar 2021.
- ↑ Burgruine Randeck bei Essing im Altmühltal. Abgerufen am 12. Oktober 2025.
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 493.
- ↑ Denkmalliste für Essing (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege