Ralph Heck
Ralph Heck (* 13. Oktober 1956 in Eupen) ist ein belgischer Manager und Unternehmer. Er war Partner bei McKinsey & Company und von 2020 bis 2024 Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung.
Leben
Heck wuchs in der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens auf.[1] Nach dem Abitur am Collège Patronné studierte er Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Karlsruhe. Dort promovierte er im Bereich der Volkswirtschaftslehre zu den Auswirkungen von Wechselkursveränderungen auf Handelsströme innerhalb der Europäischen Union.[2] Parallel war er zeitweise für den Internationalen Währungsfonds tätig.
Wirken
Von 1982 bis 2016 war Heck Mitarbeiter (zuletzt Partner und Senior Director) der Unternehmens- und Strategieberatung McKinsey & Company.[3] Heck war in diesen Jahren international und in einer Vielzahl von Wirtschaftssektoren tätig, darunter der Automobil-, Handels-, Medien-, Konsumgüter- und Energiebranche sowie für Nichtregierungsorganisationen. Neben seiner Beratungstätigkeit bei McKinsey & Company übernahm er diverse interne Führungsaufgaben, unter anderem in Personalkomitees. Durch seine Tätigkeit bei McKinsey & Company hat Heck sich zudem zum Experten in mehreren Funktionsbereichen entwickelt, insbesondere in der Organisations- und Strategieentwicklung und im Bereich Operations.
Mit Erreichen der Altersgrenze ist er als Aufsichtsrat und Unternehmer tätig. Aktuell ist er Mitglied des Beirates der Würth-Gruppe, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von Klöckner & Co sowie Vorsitzender des Beirates der Formel D Group. Zudem war er Vorsitzender des Aufsichtsrats der Schaltbau Holding und Mitglied des Aufsichtsrats von Bilfinger.
2012 wurde Heck Mitglied des Kuratoriums der gemeinnützigen Bertelsmann Stiftung.[4] Im August 2020 wechselte er in den Vorstand. Als Vorsitzender vertrat er die Stiftung nach innen und außen und führte ihre Geschäfte.[5] Heck war Mitglied des Board of Directors der Bertelsmann Foundation North America, Mitglied im Patronat der Fundación Bertelsmann, Vorsitzender des Kuratoriums des Reinhard-Mohn-Instituts für Unternehmensführung an der Universität Witten/Herdecke und Mitglied des Beirats des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Zum Jahreswechsel 2024/2025 gab er den Vorstandsvorsitz ab und ist seitdem wieder Mitglied des Kuratoriums der Bertelsmann Stiftung.[6]
2025 wurde Heck in den Verwaltungsrat der König-Baudouin-Stiftung (KBS) gewählt.[7]
Heck befasst sich mit Zukunftsfragen,[8] insbesondere Nachhaltigkeit, und engagiert sich bei der Gestaltung von unternehmerischen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen. Er ist Initiator diverser Initiativen, unter denen sich auch das Business Leadership Forum Kitzbühel befindet.
Weblinks
- „Die Demokratie setzt sich immer wieder durch“. Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom April 2022
- „Wir brauchen mehr Mut und Zuversicht“. Interview mit der Neuen Westfälischen vom März 2024
Einzelnachweise
- ↑ Heinz Gensterblum: Dr. Ralph Heck: Eupener an der Spitze der Bertelsmann Stiftung. In: Grenzecho. 19. Juli 2022, abgerufen am 26. August 2024.
- ↑ Ralph Heck: Eine Analyse bilateraler Handelsströme – dargestellt am Beispiel der Warenimporte der Bundesrepublik Deutschland aus den Mitgliedsländern der Europäischen Gemeinschaft. Peter Lang, Frankfurt am Main / Bern / New York 1983, ISBN 3-8204-7895-7 (Dissertation).
- ↑ Dietmar Student: Ralph Heck plant die Post-McKinsey-Ära. In: Manager Magazin. 17. November 2016, abgerufen am 26. August 2024.
- ↑ Bertelsmann beruft Kontrolleure: Stiftung holt früheren EZB-Chefvolkswirt und McKinsey-Direktor ins Kuratorium. Westfalen-Blatt, 28. August 2012.
- ↑ Neuer Chef für Bertelsmann-Stiftung: Heck löst De Geus ab. In: Süddeutsche Zeitung. 2. Oktober 2019, abgerufen am 26. August 2024.
- ↑ Ametsreiter neuer Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung. In: Politik & Kommunikation. 2. Dezember 2024, abgerufen am 3. Dezember 2024.
- ↑ Ralph Heck verstärkt den Verwaltungsrat der König-Baudouin-Stiftung. In: Grenzecho. 8. Januar 2025, abgerufen am 20. November 2025.
- ↑ Ralph Heck: „Fortschritt ist nicht aufzuhalten“. In: Neue Westfälische. Bielefelder Tageblatt. 7. September 2021 (Interview mit Thomas Seim, Jörg Rinne und Martin Fröhlich).