Ralph-Peter Saurien
Ralph-Peter Saurien (* 3. August 1968 in Ost-Berlin; † 21. April 1989 in Bratislava, Tschechoslowakei) war ein Todesopfer an der tschechoslowakisch-österreichischen Grenze.
Leben
Ralph-Peter Saurien wohnte in Berlin-Friedrichshain und war von Beruf Fliesenleger. Er arbeitete bei der PGH Ofenbau.[1]
Nachdem sich Saurien und sein Freund Tobias M. längere Zeit um eine legale Übersiedlung in die Bundesrepublik bemüht hatten, entschlossen sie sich im April 1989 zur Flucht über die tschechoslowakisch-österreichische Grenze. Weil die Volkspolizei Saurien die Fahrerlaubnis entzogen hatte, fuhr Tobias M. Sauriens Lada. Am Grenzübergang Petržalka durchbrachen sie einen geschlossenen Schlagbaum. Dabei wurde das Dach des Wagens abgerissen. Das schwer beschädigte Auto schlitterte auf die österreichische Seite. Dort konnte Ralph-Peter Saurien nur noch tot geborgen werden. Tobias M. wurde schwer verletzt.
Während Tobias M. nach einem Krankenhausaufenthalt von Österreich aus in die Bundesrepublik Deutschland ausreisen konnte, wurde der Leichnam Sauriens eingeäschert. Die Urne wurde nach Ost-Berlin überführt, wo Saurien auf dem Friedhof Biesdorf beigesetzt wurde.[1]
Weblinks
- Biographie von Ralph-Peter Saurien auf den Seiten des Forschungsverbundes SED-Staat der FU Berlin
- Bericht über Ralph-Peter Saurien auf den Seiten des Instituts zur Erforschung totalitärer Regimes in Prag (tschechisch)
- Ralph-Peter Saurien, im biografischen Handbuch eiserner-vorhang.de
- Ost-Berliner stirbt bei Flucht, Berliner Morgenpost, 21. April 2014
Einzelnachweise
- ↑ a b Ralph-Peter Saurien. In: todesopfer.eiserner-vorhang.de. Abgerufen am 16. Oktober 2025.