Rainaldo di Collemezzo

Rainaldo di Collemezzo OSB (* um 1110; † 26. Oktober 1166 in Montecassino) war ein italienischer Benediktiner, Abt von Montecassino und Kardinal der Römischen Kirche.

Leben

Rainaldo entstammte der Familie der Grafen von Marsi. Sein Vater war Berardo Collemezzo. Im Jahr 1125 trat er in die Benediktinerabtei Montecassino ein, wo er seine Ausbildung erhielt. Damals war Kardinaldiakon Oderisius, ein Blutsverwandter, Abt.

Am 13. November 1137 wurde er zum 47. Abt von Montecassino gewählt. Zu Beginn seiner Herrschaft unterwarf sich die Abtei, die zuvor Gegenpapst Anaklet II. (1130–1138) unterstützt hatte, wieder Papst Innozenz II.

Möglicherweise aus Dankbarkeit ernannte Papst Innozenz II. ihn im Dezember 1140 zum Kardinalpriester mit der Titelkirche Santi Marcellino e Pietro. Er gehörte damit zu den Auswärtige Kardinälen Im Jahr 1159 wurde er als dienstältester Kardinalpriester Kardinalprotopriester.

Während seiner Zeit als Kardinal nahm Rainaldo an mehreren Papstwahlen teil, darunter:

Während des Kriegs von Innozenz II. mit König Roger II. von Sizilien unterstützte er ersteren, was dazu führte, dass Rogers Truppen Monte Cassino plünderten. Nach der doppelten Papstwahl 1159 unterstützte er Papst Alexander III.

Rainaldo investierte sich besonders in die Konsolidierung des Besitzes und der Rechte der Abtei Montecassino, sowohl auf dem italienischen Festland als auch über die Alpen hinweg. Er starb am 28. Oktober 1166 in Montecassino, wo er auch beigesetzt wurde.

Literatur

  • Camillo Pellegrino: Dell’origine dell’antica famiglia detta di Colimenta. Neapel, Francesco Savio, 1640
  • Graham A. Loud: The Latin Church in Norman Italy. Cambridge University Press, 2007
  • J.M. Brixius: Die Mitglieder des Kardinalkollegiums von 1130–1181. Berlin 1912, S. 46 nr 42
  • Pietro Silanos: Rainaldo da Collemezzo. In: Raffaele Romanelli (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 86: Querenghi–Rensi. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 2016.