Rahatgarh

Rahatgarh
राहतगढ़
Staat: Indien Indien
Bundesstaat: Madhya Pradesh
Distrikt: Sagar
Lage: 23° 47′ N, 78° 24′ O
Höhe: 425 m
Fläche: 6,5 km²
Einwohner: 31.537 (2011)
Bevölkerungs-
dichte
:
4852 Ew./km²
Postleitzahl: 470119
Rahatgarh – Ortsansicht

Rahatgarh (Hindi राहतगढ़) ist eine Stadt (Nagar panchayat) mit ca. 40.000 Einwohnern im Distrikt Sagar im Südwesten der ehemals auch politisch bedeutsamen Region Bundelkhand und nahe der Grenze zur historischen Region Malwa im nordindischen Bundesstaat Madhya Pradesh.

Lage und Klima

Rahatgarh liegt auf dem Ostufer des Flusses Bina, einem Nebenfluss der Betwa, in einer Höhe von ca. 425 m. Die Distrikthauptstadt Sagar befindet sich ca. 35 km (Fahrtstrecke) östlich; Bhopal, die Hauptstadt des Bundesstaats, ist ca. 135 km in südwestlicher Richtung entfernt. Das Klima ist mild bis warm; Regen (ca. 800–1000 mm/Jahr) fällt nahezu ausschließlich während der sommerlichen Monsunzeit.

Bevölkerung

Jahr 1991 2001 2011
Einwohner 19.955 25.215 31.537[1]

Wie im Norden Indiens üblich, übersteigt der Männeranteil den der Frauen um ca. 10 %. Gut 44 % der Einwohner sind Hindus, knapp 63 % sind Moslems und ca. 3 % sind Jains; andere Religionen wie der Buddhismus oder das Christentum spielen kaum eine Rolle. Die Alphabetisierungsrate lag 2011 bei ca. 70 % und damit etwas unter dem nationalen Durchschnitt.[2]

Wirtschaft

Das Umland von Rahatgarh ist ganz überwiegend landwirtschaftlich orientiert. In der Stadt selbst finden sich Händler sowie die notwendigen Einrichtungen der Infrastruktur (Banken, Schulen etc.)

Geschichte

Die älteste erhaltene Inschrift stammt aus der späten Paramara-Zeit (1256), doch dürfte der Ort schon früher existiert haben. In der Zeit vom 14.–17. Jahrhundert dominierten islamische Statthalter bzw. Regionalfürsten die Stadt und ihr Umland.

Sehenswürdigkeiten

  • In der Stadt befindet sich ein sehenswerter Jain-Tempel vom Ende des 20. Jahrhunderts.
Umgebung
  • Das etwa 2 km westlich der Stadt gelegene Fort, ein nahezu uneinnehmbarer Festungsbau von König Jayavarman II. aus der späten Paramara-Zeit, entstand im 13. Jahrhundert; es wurde jedoch in islamischer Zeit ausgebaut und spielte eine bedeutsame Rolle zur Zeit des Sepoy-Aufstands (1857).

Einzelnachweise

  1. Rahatgarh – Karte + Fakten
  2. Rahatgarh – Zensus 2011–2025