Rafing (Gemeinde Pulkau)
| Rafing (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Rafing | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Hollabrunn (HL), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Hollabrunn | |
| Pol. Gemeinde | Pulkau | |
| Koordinaten | 48° 41′ 47″ N, 15° 49′ 43″ O | |
| Höhe | 338 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 144 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 4,69 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 03828 | |
| Katastralgemeindenummer | 18136 | |
| Johanneskapelle des Gutshofs Zwettlerhof | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Rafings ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde im Norden der Stadtgemeinde Pulkau im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich. Die Ortschaft zählt 144 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1967 war Rafing eine eigenständige Gemeinde.[2]
Geografie
Rafings befindet sich südwestlich von Pulkau an der aufgelassenen Bahnstrecke Zellerndorf–Sigmundsherberg, die hier auch über eine Station verfügte. Von der im Norden vorüberführenden Pulkautal Straße verläuft die Landesstraße L1151 zum Ort, der über den Talbach, einem rechter Zufluss der Pulkau, entwässert. Die Ortschaft, zu der auch die Lagen Hammerschmiede und Peschtamühle gehören, umfasst insgesamt 98 Adressen.[3]
Geschichte
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 51 Häusern genannt, das nach Pulkau eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Kattau besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Limberg ausgeübt und die Untertanen und Grundholde gehörten den Herrschaften Kattau, Zwettl, Eggenburg, Braunsdorf und Prutzendorf.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Rafing ein Binder, zwei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, ein Hammerschmied, ein Müller, ein Schmied, ein Schuster und mehrere Landwirte ansässig.[5]
Mit 1. Jänner 1968 schlossen sich im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung die bis dahin selbständigen Gemeinden Großreipersdorf, Passendorf, Rafing und Pulkau zusammen.[2]
Sehenswertes
- ehemaliger Zwettlerhof, Wirtschaftshof aus dem 17. Jh., mit gotischer Johanneskapelle (Denkmalschutz, Listeneintrag).
Persönlichkeiten
- Josef Schagerl junior (1923–2022), Bildhauer, baute die Johanniskapelle zu einem Kulturzentrum aus
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 2: N–Z. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 105 (Ausgabe 1770; Raffings in der Google-Buchsuche).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 131.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ a b Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 22. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3 MB; Inhalt PDF); abgerufen am 27. Oktober 2025. (LGBL. NÖ. Nr. 468/1967)
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 156 (Rafing in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 409