Raffaele Rossi (Erzbischof)
Raffaele Rossi (* 9. Mai 1851 in Santa Maria Ingrisone, Gemeinde San Nicola Manfredi; † 18. August 1906 in Neapel) wer ein italienischer römisch-katholischer Erzbischof.
Leben
Raffaele Rossi aus Santa Maria Ingrisone im Erzbistum Benevent erhielt am 19. Dezember 1874 die Priesterweihe. Von Papst Leo XIII. am 18. März 1895 zum Titularbischof von Zeugma in Syrien und Koadjutor von Bova ernannt, erhielt er weniger als eine Woche später, am 24. März 1895, in Rom durch Kardinal Parocchi die Bischofsweihe.
Er war nicht lange Koadjutor. Schon am 8. Juli 1895 folgte er dem verstorbenen Vorgänger Nicola de Simone als Bischof. Nach weniger als fünf Jahren wurde er Ende 1899 auf den Erzbischofssitz von Acerenza-Matera transferiert. Hier hielt er sich, wohl des verträglicheren Klimas wegen, vor allem in Matera auf, wo er das 1905 eingeweihte Priesterseminar errichten ließ. Er gründete die Wochenzeitschrift „La scintilla“ (mit kämpferischer Argumentation und Sprache) und setzte sich in einem Hirtenbrief zur Fastenzeit 1903 im Sinne der Enzyklika Rerum novarum von 1891 für soziale Gerechtigkeit ein. Liberalismus und Sozialismus lehnte er ab und sah die Lösung für die sozialen Probleme allein in christlicher Solidarität.
Er starb am 18. August 1906 im Alter von 55 Jahren in Neapel.
Literatur
- Giovanni Caserta: Raffaele Rossi, il Vescovo materano che fece suo il messaggio di Leone XIII e della Rerum Novarum, in: Giornalemio.it, 12 Maggio 2025
Weblinks
- Eintrag zu Raffaele Rossi auf catholic-hierarchy.org (englisch)