Radikalisierungsprävention

Radikalisierungsprävention bezeichnet Maßnahmen zur Vorbeugung und Erkennung politischer Radikalisierung und zur Verhinderung ihrer Verfestigung. In Deutschland zielen Präventionsmaßnahmen darauf ab, Betroffenen Alternativen zu radikalen Angeboten aufzuzeigen und ihnen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Die Zielgruppen sind zumeist Jugendliche und junge Erwachsene, unabhängig von Religion und Herkunft.

Bei der Verhinderung von politisch und religiös motiviertem Extremismus spricht man auch von Extremismusprävention. (Zur Begriffsbildung siehe auch: Radikalismus versus Extremismus laut bundesdeutschem Verfassungsschutz.)

Die Prävention kann – ebenso wie das Phänomen der Radikalisierung selbst – auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Handlungsfeldern ansetzen.

Ansatz

Kategorisierung

Präventionsmaßnahmen werden nach dem Zeitpunkt der Intervention kategorisiert: Je nachdem, ob diese vor, während oder nach der Radikalisierung stattfindet, spricht man von primärer, sekundärer oder tertiärer Prävention.[1][2]

  1. primäre oder universelle Prävention: Verhindern, dass sich Personen radikalisieren
  2. sekundäre oder selektive Prävention: Früherkennung, Arbeit mit Risikogruppen
  3. tertiäre oder induzierte Prävention: Distanzierung, Deradikalisierung, Vermeiden einer Eskalation (insbesondere Gewaltanwendung), Rückfallvermeidung[3]

Präventionsstrategien können an verschiedenen Ebenen des Radikalisierungsprozesses ansetzen, um diesen zu unterbrechen bzw. gar nicht erst entstehen zu lassen.

In der Sozialen Arbeit spricht man im Zusammenhang mit Rechtsextremismus und Deradikalisierung auch von „Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit“, mit der „Einstiegsprävention“ als Teilbereich der Distanzierungsarbeit.[4]

Konzept der Radikalisierung

Ein Problem bei der Entwicklung von Präventionsansätzen ist die unzureichende Grundlagenforschung zu Dynamiken und Prozessen der Radikalisierung. Die Radikalisierung als der „Prozess, durch den Personen oder Gruppen zu Extremisten werden“[5] wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da es sich bei Radikalisierung um ein vielschichtiges, mehrdimensionales Phänomen handelt, läuft dieser Prozess nicht immer gleich ab. Das heißt, es gibt nicht einen standardisierten Radikalisierungsprozess, sondern es gibt zahlreiche Einflussfaktoren und unklare Zusammenhänge, denen im Einzelfall unterschiedliche Gewichtungen zukommen.

Das Konzept der Radikalisierung ist im gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Diskurs weithin präsent, stellt jedoch kein klar umrissenes wissenschaftliches Konzept dar.[6] Diese Unklarheit erschwert die Entwicklung von Gegenstrategien.

Bei Radikalisierungsprozessen sind ideologie- und gruppenübergreifende Gemeinsamkeiten aufgezeigt worden und Parallelen zwischen islamistischen und rechtsextremen Jugendgruppen gezogen worden, etwa „Gefühle der Entrüstung über lokale Situationen, Frust sowie das Rebellieren gegen die Gesellschaft vor allem bei Jugendlichen, welche sich in ausdifferenzierten Gesellschaften mit ihrer noch unsicheren sozialen Identität auseinandersetzen müssen und dabei anfällig scheinen für symbolische und reale Gruppenbedrohungen“. Bei der Deradikalisierungsarbeit werden häufig Konzepte aus der Auseinandersetzung mit islamistischem Terrorismus in das Feld der Auseinandersetzung mit Neonazismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit übertragen. Dabei ist umstritten, inwieweit fachliche Transfers zwischen Ansätzen der Prävention von Rechtsextremismus und islamistischem Fundamentalismus möglich sind.[7]

Handlungsfelder

Schule

Als eines der wichtigsten Handlungsfelder gilt die Schule: Dort besteht die Möglichkeit, Schüler über mehrere Jahre hinweg zu erreichen und zeitnah auf aktuelle gesellschaftliche Debatten oder individuelle Probleme zu reagieren.[8.1] Neben der Vermittlung von Inhalten werden in der Schule auch die Grundlagen für die Identifikation mit der Gesellschaft gelegt. Zentrale Themen sind hier Diversity Education, interkulturelle Pädagogik und interkulturelle Öffnung.[8.2]

Eine breite Diskussion hat um die Einführung islamischen Religionsunterrichts in der Schule stattgefunden. Yaşar Sarıkaya vertritt die Auffassung, dass es zu den Aufgaben der Religionspädagogik zählt, die Vielfalt der Islamverständnisse in Deutschland zu berücksichtigen und zu einem gelingenden innerislamischen Dialog in Schule und Gemeinde beizutragen.[9.1] Ednan Aslan betont die Aufgabe des Religionsunterrichts, Lernende darauf vorzubereiten, „vor dem Hintergrund konkurrierender Wahrheiten individuelle Entscheidungen zu treffen sowie Empathie und Toleranz zu entwickeln“.[9.2] Bislang gibt es nur wenige Publikationen oder Studien zur Frage, inwiefern islamischer Religionsunterricht an Schulen eine präventive Wirkung gegen islamistische Radikalisierung entfalten kann.[10]

Politische Bildung

Ein weiteres Handlungsfeld ist die interreligiöse, interkulturelle und politische Bildung. Hier gibt es verschiedene Projekte, die zum Beispiel mit sogenannten Peer-Educators arbeiten, was die Ansprache erleichtern und Anknüpfungspunkte schaffen soll. Als Projektbeispiele sind Angebote des Violence Prevention Networks, des Vereins Ufuq, des Projekts „Dialog macht Schule“, der „Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus“ und des Vereins IFAK genannt worden.[8.1]

Jugend- und Sozialarbeit

Auch in der Jugend- und Sozialarbeit spielt Prävention eine Rolle. Der Fokus liegt dabei auf der Stärkung sozialer Bindungen und dem Empowerment von Jugendlichen. Ein Beispiel ist das interreligiöse Dialoggruppen-Projekt „Ibrahim trifft Abraham“, das von 2010 bis 2013 mit männlichen Jugendlichen aus bildungsbenachteiligten Milieus in Düsseldorf durchgeführt wurde.[8.3][11][12]

Bei dem Ansatz akzeptierender Jugendarbeit geht man – auch im Zusammenhang mit Extremismus – von der Annahme aus, dass es wichtig ist, den Jugendlichen in ihren jeweiligen Lebenswelten und Sozialräumen zu begegnen.

Gemeindearbeit

Im Handlungsfeld Gemeindearbeit sind zum einen die Positionierung der islamischen Verbände gegenüber extremistischen Gruppierungen und deren Kooperation mit staatlichen Behörden wichtige Faktoren, zum anderen besteht die Aufgabe muslimischer Gemeinden vor allem darin, Jugendlichen einen reflektierten Zugang zum Islam und zu religiösen Themen zu ermöglichen. Sie können so Alternativen zu salafistischen Angeboten und Deutungen aufzeigen und ein Religionsverständnis vermitteln, das sich von diesen unterscheidet.[8.4]

Initiativen wie z. B. Muslimische Jugendcommunity Osnabrück werden von Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbst initiiert und bieten nicht nur Freizeitaktivitäten, sondern auch Gesprächsrunden zu Themen wie Rassismus und Religion an. Sie nutzen dazu auch aktive Online-Arbeit, um junge Muslime zu erreichen, und haben zum Ziel, ein Selbstverständnis als Deutsch-Muslime zu fördern.[8.4]

Internet

Ein bisher nur wenig exploriertes Handlungsfeld ist das Internet: Der IS nutzt das Internet (insbesondere soziale Medien) ausgiebig für Propagandazwecke. Hier besteht also ein weiterer Ansatzpunkt für Präventionsarbeit. In Deutschland gibt es bisher nur wenige Erfahrungen mit Präventionsarbeit in sozialen Medien. Das Projekt „Was postest du?“ (von Ufuq), über das 2016 berichtet wurde, erprobte eine Art aufsuchende politische Bildung, indem sich junge muslimische Teamer mit Kommentaren in Diskussionen in sozialen Netzwerken einbrachten.[13] In Großbritannien und den USA gibt es schon seit Jahren Ansätze von Gegennarrativen (Counter-speech).

Angehörige

Immer mehr Bedeutung in der Präventionsarbeit kommt den Angehörigen und dem sozialen Umfeld zu. Auch für betroffene Angehörige gibt es Beratungsangebote: zum Beispiel die Beratungsstelle Radikalisierung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Das „Muslimische Seelsorgetelefon“ und das Mentoring-Projekt „180° Wende“ in NRW sind Beispiele für Ansätze, die von Muslimen umgesetzt werden.

Allgemein gesprochen wird bei Präventionsansätzen die Sozialraumorientierung für wichtig erachtet.

Details zur Deradikalisierung (tertiäre Prävention)

Deradikalisierungsmaßnahmen können individuell gestaltet werden.[14] Eine Person kann nicht von außen deradikalisiert werden, muss den Prozess jedoch auch nicht völlig allein durchlaufen, sondern über Beratungsstellen unterstützt werden.[15] Es wird zwischen Deradikalisierung und Distanzierung unterschieden: Als Deradikalisierung gilt die kognitive Ablehnung bestimmter extremistischer Werte und Meinungen, was eine kritische ideologische Auseinandersetzung voraussetzt; Distanzierung meint das Sich-Lossagen von gewaltbereiten Handlungen oder einer extremistischen Gruppe.

Im Bereich der Deradikalisierung zielt die Arbeit der Sicherheitsbehörden vor allem auf die Distanzierung ab, die in diesem Zusammenhang einen Bestandteil der Terrorismusbekämpfung darstellt.[16]

Für die Wirksamkeit verschiedener Maßnahmen gibt es auch hier kaum empirische Daten.

Methodische Ansätze der Deradikalisierung

Wichtig ist bei Deradikalisierungsansätzen besonders die Vielschichtigkeit. Ein Programm ist danach besonders erfolgversprechend, wenn es auf drei Ebenen ansetzt. Diese sind: der emotionale Bruch mit der radikalen Gruppe (affektive Ebene), die Befriedigung praktischer Bedürfnisse nach dem Ausstieg (pragmatische Ebene) und die ideologische Auseinandersetzung (ideologische Ebene).

Als Deradikalisierungsansätze werden in der Literatur insbesondere benannt:[8.5]

  • Systemische Beratungsansätze: Hierbei wird das soziale Umfeld einbezogen, um positiv auf die betroffene Person einzuwirken. Da die Beratung jedoch nur auf Eigeninitiative hin stattfindet, ist die Reichweite dieser Ansätze ist eher gering. Allerdings ist die intrinsische Motivation gegeben, so dass gezielte, individuell gestaltete Interventionen und Hilfestellungen möglich sind.
  • Aufsuchende Ansätze: Hierbei werden betroffene Personen vor Ort über niedrigschwellige Angebote erreicht (z. B. VAJA Bremen, IFAK e. V, Violence Prevention Network). Es wird angenommen, dass aufsuchende Ansätze eher Jugendliche erreichen, die sich noch am Anfang ihres Radikalisierungsprozesses befinden. Weiterhin stellt sich die Frage, wie wirksam Prävention und Deradikalisierung sind, wenn bei den Adressaten keine intrinsische Motivation zur Zusammenarbeit gegeben ist.
  • Theologische bzw. religiöse Ansätze: Hierbei besteht teils ein besserer Zugang zu religiösen Milieus. Allerdings wird dabei die Problematik theologisiert und als „Migrationsproblem“ verortet. Zudem entstehen durch den Einsatz religiöser Hierarchien neue Abhängigkeitsstrukturen.

Studien zu Deradikalisierung

Im Bereich der Deradikalisierung wird auch auf Lernerfahrungen aus der Forschung zu Rechtsextremismus und Sekten zurückgegriffen. Insbesondere bei Anwerbestrategien von Sekten, bei Rückfällen in alte Denkmuster und bei der Rolle des sozialen Umfelds lassen sich Parallelen zum religiösen Extremismus finden.[8.6] Insgesamt gibt es wenige Evaluationsstudien zur Wirksamkeit der Präventionsprojekte.

Es fehlen nachvollziehbare Evaluationsergebnisse sowie allgemeine und umfassende Standards für die Evaluierung. Als Schwierigkeiten kommen eine schwierige Nachvollziehbarkeit kognitiver Änderungsprozesse, fehlende biografische Verlaufsdokumentationen und hohe sicherheitsbezogene Hürden für Transparenz in der Arbeit hinzu.[7]

Einigkeit besteht weitestgehend darüber, dass Radikalisierung nicht erst mit der Bereitschaft besteht, Gewalt anzuwenden, sondern sich viel früher äußert, zum Beispiel in der Abwertung von anders denkenden Personen sowie in antidemokratischen und freiheitsfeindlichen Einstellungen. Prävention muss also auf unterschiedlichen Ebenen, mit unterschiedlichen Zugängen stattfinden und in einer Kooperation aus staatlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen erfolgen. In den Ansätzen der Prävention muss auch die Beeinflussung durch gesellschaftliche Debatten berücksichtigt werden, da Fragen der Teilhabe und Gerechtigkeit sowie persönliche Zukunftsperspektiven einen wichtigen Faktor auf dem Weg zur Radikalisierung darstellen.

Akteure

In Deutschland

Die Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus (BAG RelEx) vernetzt mit über 30 Mitgliedsorganisationen die deutschlandweit tätigen Akteure in diesem Bereich. Sie wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben“ gefördert.[17]

Die Autoren des Berichts zu dem 2017 bis 2020 laufenden, von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung koordinierten Projekt „Gesellschaft Extrem. Radikalisierung und Deradikalisierung in Deutschland“ stellten fest:

„Als Ergebnis der Forschungsstanderhebung zeigt sich, dass in Deutschland, wie auch international, nach wie vor eine relative Konfusion verschiedener Begrifflichkeiten und Systematisierungen zu beobachten ist, die die praktische (Kooperations-)Arbeit deutlich erschwert. Zentrale Akteure aus Praxis, Wissenschaft, (Sicherheits-)Behörden und Politik verwenden nicht nur unterschiedliche Definitionen, es herrscht auch keine Einigkeit darüber, was Deradikalisierung (praktisch) zu bedeuten hat. Zwar wird dem Thema „Radikalisierung“ viel Platz in der akademischen Debatte eingeräumt, die theoretische Aufarbeitung dieses Komplexes hat bisher aber nur wenige praxisrelevante Ansatzpunkte für die Deradikalisierung zutage gefördert.
Hinzu kommt, dass die Trägerlandschaft der Extremismusprävention in Deutschland so divers ist wie das föderale System der Bundesrepublik.“

PRIF Report 9/2018[18]

Die Autoren kamen zum Schluss, dass vor allem ein Ausbau von Regelstrukturen, etwa im Bildungs- und Jugendhilfebereich, negative Entwicklungen frühzeitig verhindern könne. Notwendig seien eine langfristige Finanzierung und klare rechtliche Rahmenbedingungen, etwa die Einführung eines Zeugnisverweigerungsrechts.[19]

Im Bereich der Prävention islamistisch motivierter Radikalisierung sind in Deutschland die Forschung, zivilgesellschaftliche Träger und Sicherheitsbehörden seit 2024 in der Task Force Islamismusprävention vernetzt.[20]

In Österreich

In Österreich spielt das Bundesweite Netzwerk Extremismusprävention und Deradikalisierung (BNED), das vom Innenministerium koordiniert wird, eine zentrale Rolle. Im BNED sind Vertreter einiger Ministerien, der Bundesländer, der Zivilgesellschaft, des Städte- und des Gemeindebundes sowie anlassbezogen der Wissenschaft und Forschung organisiert. Das Netzwerk wird von der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) des Bundesministeriums für Inneres koordiniert.[21]

In der Schweiz

In der Schweiz bestehen Anlauf- und Fachstellen für Radikalisierungsprävention der Kantone sowie einiger Städte. 2022 gaben die Anlauf- und Fachstellen Extremismus von Basel-Stadt, Bern, Genf und Winterthur gemeinsam das Handbuch Radikalisierung in der Schweiz heraus, in dem erstmals Qualitätskriterien für die Beratung in der Extremismusprävention in der Schweiz festgelegt wurden.[22]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Susanne Johansson: Rechtsextremismusprävention und Demokratieförderung in den Feldern der Pädagogik, der Beratung und Vernetzung: eine kurze Begriffseinordnung und -abgrenzung. Kontaktstelle BIKnetz – Präventionsnetz gegen Rechtsextremismus, gsub-Projektegesellschaft mbH, 2012, abgerufen am 30. Oktober 2022. S. 2.
  2. Radikalisierungsprävention. In: bag-relex.de. Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus e. V., abgerufen am 29. November 2025.
  3. Prävention neu denken: Vom Stufenmodell zur Präventionsarchitektur. Fachstelle Extremismusdistanzierung (FEX), 14. Juni 2025, abgerufen am 29. November 2025.
  4. Begriffe (in) der Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit. Bundesarbeitsgemeinschaft „Ausstieg zum Einstieg“, abgerufen am 30. November 2025: „Ausstiegsarbeit arbeitet nach unserem Verständnis in Einzelsettings mit (extrem) rechten Menschen, um diesen die Überwindung (extrem) rechter Weltbilder und das Verlassen von (extrem) rechten Szenen zu ermöglichen. […] Unter Distanzierungsarbeit verstehen wir die Arbeit mit Menschen, die in unterschiedlichen Abstufungen (extrem) rechte Einstellungen haben und diese vertreten. […] Zudem sprechen wir von Einstiegsprävention als Teilbereich von Distanzierungsarbeit, die früher ansetzt und das Ziel verfolgt, dass Menschen sich nicht stärker (extrem) rechtem Gedankengut oder der dazugehörigen Szenen annähern.“
  5. P. Neumann, 2008: Introduction. S. 3–7 in: P. Neumann, J. Stoil & D. Esfandiary (Hrsg.), Perspectives on Radicalisation and Political Violence. Papers from the first International Conference on Radicalisation and Political Violence. London: ICSR. Darin: S. 3. Zitiert nach: Nadine Jukschat, Katharina Leimbach: Radikalisierung oder die Hegemonie eines Paradigmas – Irrititationspotenziale einer biografischen Fallstudie. In: Zeitschrift für Soziologie. Band 49, Nr. 5–6, 27. November 2020, S. 335–355, doi:10.1515/zfsoz-2020-0028 (degruyterbrill.com [abgerufen am 29. November 2025]).
  6. Nadine Jukschat, Katharina Leimbach: Radikalisierung oder die Hegemonie eines Paradigmas – Irrititationspotenziale einer biografischen Fallstudie. In: Zeitschrift für Soziologie. Band 49, Nr. 5–6, 27. November 2020, S. 335–355, doi:10.1515/zfsoz-2020-0028 (degruyterbrill.com [abgerufen am 29. November 2025]): „Radikalisierung stellt kein klar umrissenes wissenschaftliches Konzept dar und es existieren vielfältige Definitionen.“
  7. a b Kai Dietrich: Radikalisierungsprävention und Deradikalisierung als pädagogische Arbeitsfelder. Bundeszentrale für politische Bildung, 4. November 2016, abgerufen am 30. Oktober 2022.
  8. Aladin El-Mafaalani, Alma Fathi, Ahmad Mansour, Jochen Müller, Götz Nordbruch, Julian Waleciak: Ansätze und Erfahrungen der Präventions- und Deradikalisierungsarbeit. In: HSFK-Report Nr. 6/2016, HSFK-Reportreihe „Salafismus in Deutschland“. Janusz Biene, Christopher Daase, Svenja Gertheiss, Julian Junk, Harald Müller. Leibnitz Institut Hessischse Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung, 2026, abgerufen am 29. November 2025.
    1. a b Abschnitt 2.2.1 Handlungsfeld Schule, S. 6–11
    2. Abschnitt 6.2 Politische und pädagogische Praxis, S. 28–30
    3. Abschnitt 2.2.2 Handlungsfeld Jugend- und Sozialarbeit, S. 11–13
    4. a b Abschnitt 2.2.3 Handlungsfeld Gemeindearbeit, S. 13–14
    5. Abschnitt 3.2 Methodische Ansätze, S. 17–19
    6. Abschnitt 4.1 Erkenntnisse und Lernerfahrungen aus der Forschung zu „Sekten“, S. 22–24
  9. Riem Spielhaus: Der Umgang mit innerreligiöser Vielfalt im Islamischen Religionsunterricht in Deutschland und seinen Schulbüchern: Interdisziplinäre Perspektiven. In: Brill (Hrsg.): Schulbuch und religiöse Vielfalt. Oktober 2018, S. 93–116, doi:10.14220/9783737007481.93.
    1. S. 102: Zitat: Angesichts der Pluralität von Islamverständnissen in Deutschland, so Yaşar Sarıkaya, Professor für islamische Theologie und ihre Didaktik an der Justus-Liebig-Universität Gießen, müsse die Religionspädagogik diese Vielfalt nicht nur berücksichtigen, sondern zu einem gelingenden innerislamischen Dialog in Schule und Gemeinde beitragen.
    2. S. 103, Zitat: Ednan Aslan, Leiter der Abteilung für islamische Religionspädagogik der Universität Wien, vertritt die Auffassung, Pluralität könne zwar Verunsicherung und Verwirrung zur Folge haben, dennoch oder gerade deshalb gehöre es zu den Aufgaben des islamischen Religionsunterrichtes, Lernende darauf vorzubereiten, »vor dem Hintergrund konkurrierender Wahrheiten individuelle Entscheidungen zu treffen sowie Empathie und Toleranz zu entwickeln.«
  10. Margit Stein, Veronika Zimmer: Die Rolle des islamischen Religionsunterrichts in der Prävention islamistischer Radikalisierung – Ergebnisse einer Dokumentenanalyse der Modulbeschreibungen der Studiengänge der Islamischen Theologie. In: ZepRa. Zeitschrift für praxisorientierte (De-)Radikalisierungsforschung. Band 1, Nr. 1, 2022, S. 35–73 (zepra-journal.de [abgerufen am 30. November 2025]).
  11. Bundeszentrale für politische Bildung: "Ibrahim trifft Abraham“ | Salafismus als Herausforderung für Demokratie und politische Bildung. 30. Juni 2014, abgerufen am 30. November 2025.
  12. Michael Kiefer: Dialog als Methode der Radikalisierungsprävention: Das Modellprojekt „Ibrahim trifft Abraham“. Januar 2013, abgerufen am 30. November 2025.
  13. „Was postest Du? Politische Bildung mit jungen Muslim*innen online“. In: ufuq.de. 2016, abgerufen am 30. November 2025.
  14. Angel Rabasa, Stacie L. Pettyjohn, Jeremy J. Ghez, Christopher Boucek, 2010. Deradicalizing Islamist Extremists, Santa Monica, CA: RAND
  15. Radikalisierung und Deradikalisierung. In: bag-relex.de. Abgerufen am 30. November 2025.
  16. Deradikalisierung. Bundesministerium des Innern, abgerufen am 30. November 2025: „Ziel von Deradikalisierungsarbeit ist es, dass Menschen sich nachhaltig von extremistisch orientiertem Denken und Handeln distanzieren. Hierfür unterstützen professionelle Teams in zivilgesellschaftlichen und staatlichen Institutionen nicht nur ausstiegswillige Personen mit Rat und Tat, sondern auch deren Umfeld.“
  17. Die Arbeit der Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus – bpb, abgerufen am 14. Mai 2019
  18. Till Baaken, Reiner Becker, Tore Bjørgo, Michael Kiefer, Judy Korn, Thomas Mücke, Maximilian Rug, Dennis Walkenhorst: Herausforderung Deradikalisierung. Einsichten aus Wissenschaft und Praxis. In: PRIF Report 9/2018. 2018 (prif.org [PDF; abgerufen am 30. November 2025]). ISBN 978-3-946459-37-8. Zusammenfassung.
  19. Herausforderung Deradikalisierung. In: hsfk.de. Abgerufen am 30. November 2025.
  20. Task Force Islamismusprävention: Initiative zur Bekämpfung islamistischer Radikalisierung. In: bmi.bund.de. 26. Mai 2025, abgerufen am 30. November 2025.
  21. Extremismusprävention und Deradikalisierung. In: gv.at. Bundesministerium für Inneres, 31. Mai 2024, abgerufen am 30. November 2025.
  22. Neue Standards für die Radikalisierungsprävention. In: bs.ch. Kanton Basel-Stadt, 31. Mai 2022, abgerufen am 30. November 2025.