Radar-Gerätestellung Marienbaum

Das Radar-Gerätestellung Marienbaum ist eine Anlage der Bundeswehr für die Luftraumüberwachung und -verteidigung im Uedemer Hochwald südlich von Marienbaum, Xanten. Es liegt 4,5 km östlich der Luftverteidigungs-Anlage Uedem ebenfalls im Gemeindegebiet von Uedem. Sie wird vom Abgesetzten Technischen Zug 241 Marienbaum betrieben.[1] Das Radom ist als Landmarke weithin sichtbar.

Anfangs wurden ein britisches T 80 (Rundsuchradar) und T 13 (Höhenmeßradar), ab 1969 ein General Electric AN/FPS-7 Radar eingesetzt.[2] Ab 1985 wurde das in der NATO eingesetzte Radargerät HR-3000 der Firma Hughes, das auch als Hughes Air Defense Radar (HADR) bezeichnet wird, verwendet. Die Reichweite betrug 450 km. Die Stellung ist einer von vier Standorten mit einem Gerät dieses Typs in Deutschland, die den Luftraum zwischen Alpen und Nordsee überwachen.[3] Die Bundeswehr nahm das alte HADR am 1. Juli 2024 außer Betrieb, um den Standort bis 2026 auf das neue Radarsystem TRL-4D/LR von Hensoldt (Deutschland) und Elta Systems (Israel) umzurüsten. Auch die anderen drei HADR-Standorte (Brockzetel, Erbeskopf, Meßstetten) werden umgerüstet.[4]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Standortdatenbank: Abgesetzter Technischer Zug 241 Marienbaum.
  2. Der NATO-Luftverteidigungsgürtel in Niedersachsen - Radarführung.
  3. ACE High Journal: Marienbaum.
  4. Markus Werning, Maarten Oversteegen: „Beitrag zur Sicherheit in Deutschland“: Bundeswehr erneuert Radaranlage Marienbaum. In: rp-online.de. 5. August 2024, abgerufen am 18. Oktober 2025.

Koordinaten: 51° 40′ 38,6″ N, 6° 22′ 11,9″ O