Rabotniza

Rabotniza (russisch РаботницаDie Arbeiterin) war der Name einer Wochenzeitschrift der SDAPR, die 1914 gegründet wurde. Sie wurde vom 10./23. Mai 1917 bis zum 26. Januar/8. Februar 1918 in Sankt Petersburg (Petrograd) herausgegeben. Vorher erschien die Rabotniza vom 23. Februar bis 26. Juni 1914.

Redakteure waren Wera Michailowna Welitschkina, Alexandra Michailowna Kollontai, Praskowja Franzewna Kudelli, Klawdija Iwanowna Nikolajewa als Chefredakteurin, Konkordija Nikolajewna Samoilowa, Ljudmila Nikolajewna Stal sowie Anna Iljinitschna Jelisarowa-Uljanowa (eine Schwester von Lenin).

Im Jahre 1917 erschienen 17 Nummern der Zeitschrift mit einer Auflage von 30.000 bis 45.000 Exemplaren. Die Zeitschrift spielte eine große Rolle bei der politischen Aufklärung der Arbeiterinnen im Rahmen der Partei.

Seit 1923 erscheint die Zeitschrift „Rabotniza“ regelmäßig in Moskau, seit 1943 als monatliche gesellschaftspolitische und literarisch-künstlerische Zeitschrift für Frauen, seit 2001 für die ganze Familie.

Herausgeber: die bolschewistische Fraktion der RSDLP, seit 1917 das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei, seit 1991 die Redaktion des Magazins und seit 2009 der Verlag „Rabotniza“.

Auflage: 12.000 Exemplare (1914); 425.000 Exemplare (1940); 23 Millionen Exemplare (1990), über 12 Millionen Exemplare (1991), 7.000 Exemplare (2014).

„Rabotniza“ berichtete über die sozialistische Frauenbewegung und rief sowjetische Frauen zur aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben auf. Außerdem veröffentlichte sie Artikel zu Themen wie Mutterschaft, Kindererziehung und Jugendarbeit, Tipps zum Haushalt und Handarbeit, Auszüge aus literarischen Werken und Reproduktionen bekannter Gemälde. Sie wurde mit dem Orden des Roten Banners der Arbeit (1933) und dem Lenin-Orden (1964) ausgezeichnet.

Seit den 1990er Jahren überwiegen in „Rabotniza“ Veröffentlichungen zu Themen wie Psychologie der zwischenmenschlichen Beziehungen, Gesundheit, Gartenbau, Mode, Hobbys usw.[1]

Siehe auch: Iskra (russische Zeitung)

  1. «РАБО́ТНИЦА». In: Большая российская энциклопедия 2004–2017. Министерство культуры Российской Федерации, abgerufen am 11. November 2025 (russisch).