Raabs (Herrschaft)
Die Herrschaft Raabs war eine Grundherrschaft im Viertel ober dem Manhartsberg im Erzherzogtum Österreich unter der Enns, dem heutigen Niederösterreich.
Ausdehnung
Die Herrschaft, zu der auch Kollmitz, Pfaffenschlag, Liebenberg und der Edelsitz Radl zählten, umfasste zuletzt die Ortsobrigkeit über Aigen, Diemschlag, Liebenberg, Lindau, Modsidl, Oberndorf-Raabs, Pomerstorf, Markt Raabs, Radl, Sauggern, Zabernreith, Kollmitzdörfel, Kollmitzgraben, Sabatenreith, Schweinburg, Weniapons, Fistritz und Pfaffenschlag.[1] Der Sitz der Verwaltung befand sich in der Burg Raabs.
Geschichte
Die ab 1754 auf der Burg Rastenberg ansässige Familie Bartenstein erwarb 1760 die Herrschaft mit dem Schloss. Letzte Inhaberin der Allodialherrschaft war Leopoldine Freifrau von Kaiserstein, geborne Freiin von Bartenstein, als mit den Reformen 1848/1849 die Herrschaft aufgelöst wurde.
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 2: N–Z. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 110 (Ausgabe 1770; Raps in der Google-Buchsuche).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Manhardsberg. 6 von 34 Bänden. 4. Band: Gars bis Drosendorf. Anton Benko, Wien 1840, S. 44 (Die Herrschaft Raabs – Internet Archive).
Einzelnachweise
- ↑ Carl von Gochnat: Nieder-Oesterreichischer Dominien-Schematismus für das Jahr 1848. [Ein Handbuch des ganzen Personalstandes von den sämmtlichen Dominien in Oesterreich unter der Ens (etc.).] Verlag bei Edlen von Schmidbauer und Holzwarth, Wien 1848, S. 129 (Scan in der Google-Buchsuche).