Qin Hui (Song-Kanzler)

Qin Hui (10901155) war ein Kanzler der südlichen Song-Dynastie in China (1127–1279), der als Verräter in der chinesischen Geschichte gilt. Er führte eine Partei der Friedensbefürworter an, die gegen die Fortsetzung des Krieges zur Rückeroberung der nördlichen Gebiete war, die von den Jurchen (Jin-Dynastie) besetzt wurden.

Qin Hui ist vor allem dafür bekannt, dass er den patriotischen General Yue Fei, der versucht hatte, die besetzten Gebiete zurückzuerobern, verleumdete und zum Tod verurteilte. Er setzte eine vertragsbasierte Friedenspolitik mit den Jin durch, mit der die Gebietsverluste akzeptiert wurden, was ihm in der chinesischen Geschichte den Ruf eines Verräters einbrachte. Er hatte während des südlichen Song-Kaisers Gaozong politischen Einfluss und kontrollierte de facto die Regierung.

Qin Hui war ein machtvoller Politiker und Kanzler der südlichen Song-Dynastie, der für seine Friedenspolitik gegen die Jin und für die Hinrichtung von Yue Fei bekannt war. Ihm wird historisch Verrat und Machtmissbrauch vorgeworfen, was ihn zu einer umstrittenen historischen Figur macht.

Das Bild von Qin Hui als Verräter hat in der chinesischen Kultur einen hohen symbolischen Stellenwert, und seine Statuen gelten traditionell als Ziel von Verachtung, etwa durch das Bespucken oder Schlagen von Besucherinnen und Besuchern am Yue-Fei-Tempel.

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