Purpurbrustracke

Purpurbrustracke

Purpurbrustracke (Coracias affinis)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Rackenvögel (Coraciiformes)
Familie: Racken (Coraciidae)
Gattung: Coracias
Art: Purpurbrustracke
Wissenschaftlicher Name
Coracias affinis
Horsfield, 1840

Die Purpurbrustracke (Coracias affinis) ist eine hähergroße Vogelart aus der Familie der Racken (Coraciidae), die im festländischen Südostasien, mit Ausnahme der Malaiischen Halbinsel, in der chinesischen Provinz Yunnan, in Nordostindien, im Süden von Bhutan und im Südosten von Nepal vorkommt.

Merkmale

Die Purpurbrustracke wird 30 bis 34 Zentimeter lang. Ihre Oberseite ist hell graugrün gefärbt, die Oberflügeldecken sind überwiegend dunkelblau. Der Bürzel ist purpurblau und der Schwanz ist hellblau. Die Kopfkappe ist blau, das Gesicht, Kehle, Brust und der obere Bereich des Bauchs sind gelblich-grau. Die untere Bauchregion ist graublau. Der Schnabel ist schwarz, die Augen sind mittelbraun, Beine und Füße sind gelblich. Männchen und Weibchen unterscheiden sich nicht. Jungvögel sind matter gefärbt und zeigen keine auffälligen leuchtenden Farben. Ihr Kopf hat die gleiche Färbung wie der Körper.[1]

Lebensraum und Lebensweise

Die Purpurbrustracke kommt in lichten, von Kasuarinen geprägten Wäldern, auf mit Sträuchern bestandenen Dünen, in Kokospalmenplantagen, auf offenem Marschland, auf Reisfelder und an den Rändern von andere Felder vor. In bergigen Gegenden lebt sie hauptsächlich unterhalb einer Höhe von 2200 Metern, in Bhutan wurde die Vogelart jedoch bis in Höhen von 2900 Metern nachgewiesen. Sie ist wahrscheinlich weniger wanderfreudig als die Hinduracke, scheint jedoch örtlich begrenzte Wanderungen zu unternehmen. Im Süden von Myanmar sieht man die Vögel nur von September bis Mai und im Winter zieht sie sich in Bhutan in tiefere Lagen zurück. Über die Ernährung der Purpurbrustracke ist nichts Näheres bekannt. Man nimmt an, dass sie wie andere Racken Insekten und kleinere Wirbeltieren frisst. Hinsichtlich ihres Fortpflanzungsverhaltens unterscheidet sie sich nicht von der Hinduracke. Gebrütet wird vor allem in den Monaten April und Mai, aber auch früher. Nester wurden auf toten Kokospalmen, 9 bis 12 Meter über dem Boden gefunden. Sie nistet manchmal auf Bäumen, die unmittelbar neben den Nistbäumen der Türkisracke stehen.[1]

Systematik

Die Purpurbrustracke wurde 1840 durch den britischen Zoologen Thomas Horsfield erstmals wissenschaftlich beschrieben. Sie galt lange Zeit als Unterart der Hinduracke (Coracias benghalensis),[1] wird heute jedoch als eigenständige Art angesehen, da sie näher mit der Celebesracke (Coracias temminckii) verwandt ist als mit der Hinduracke.[2]

Gefährdung

Nach Angaben der IUCN ist der Bestand der Purpurbrustracke, vor allem aufgrund des großen Verbreitungsgebietes, ungefährdet.[3]

Einzelnachweise

  1. a b c J. del Hoyo, N. Collar und G. M. Kirwan (2020). Indochinese Roller (Coracias affinis), Version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana, Hrsg.). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. doi: 10.2173/bow.indrol3.01
  2. U. S. Johansson, M. Irestedt, Y. Qu, P. G. P. Ericson (2018): Phylogenetic relationships of rollers (Coraciidae) based on complete mitochondrial genomes and fifteen nuclear genes. Molecular Phylogenetics and Evolution. 126: 17–22. doi:10.1016/j.ympev.2018.03.030.
  3. Coracias affinis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2024. Eingestellt von: BirdLife International, 2024. Abgerufen am 4. November 2025.