Orangefruchttaube
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Orangefruchttaube (Ptilinopus victor), Männchen | ||||||||||
| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Ptilinopus victor | ||||||||||
| (Gould, 1872) |
Die Orangefruchttaube (Ptilinopus victor, Synonym: Chrysoena victor) ist eine endemisch in Fidschi vorkommende Vogelart, die zur Gattung der Flaumfußtauben (Ptilinopus) zählt.
Merkmale
Orangefruchttauben erreichen eine Größe von ca. 20 Zentimetern.[1] Zwischen den Geschlechtern besteht ein sehr deutlicher Sexualdimorphismus. Das Männchen ist auf Ober- und Unterseite sowie den Flügeln leuchtend orange gefärbt. Das Federkleid ist haarähnlich. Die Spitzen der Handschwingen sind gelb. Der Kopf ist olivbraun. Die Basis des Schnabels sowie ein Augenring sind grünlich. Das Weibchen ist auf der Oberseite überwiegend olivgrün, auf der Unterseite gelbgrau. Die Iris ist bei beiden Geschlechtern gelblich, Schnabel, Beine und Füße sind graugrün.
Verbreitung, Unterarten und Lebensraum
Die Orangefruchttaube kommt ausschließlich auf einigen Inseln des Fidschi-Archipels im Südwestpazifik vor. Ihr Lebensraum sind Primär- und Sekundärwälder. Die Höhenverbreitung reicht vom 10 bis auf 980 Meter. Es werden zwei Unterarten geführt.[2]
- Ptilinopus victor victor auf Vanua Levu, Rabi, Kioa und Taveuni
- Ptilinopus victor aureus auf Qamea und Laucala.
Lebensweise
Orangefruchttauben leben meist in kleinen Gruppen. Sie ernähren sich in erster Linie von Beeren und Früchten, zuweilen werden auch Wirbellose, beispielsweise Raupen aufgepickt. Die Nahrungssuche findet vorwiegend im oberen Kronenbereich und im Unterholz statt. Nester wurden im Juni, September, November und Dezember beobachtet, was auf eine verlängerte Brutsaison der Orangefruchttaube hindeutet. Die Nester sind einfache Plattformen aus wenigen verflochtenen Zweigen und befinden sich meist niedrig im Unterholz eines Baumes. Ein Gelege enthält in der Regel ein einzelnes weißes Ei, selten wurden auch Gelege mit zwei Eiern gefunden. Das Brutgeschäft sowie die Aufzucht der Küken übernimmt das Weibchen.[2]
Bestand und Gefährdung
Die Orangefruchttaube ist auf den Inseln, auf denen sie vorkommt nicht selten und wird demzufolge von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „least concern = nicht gefährdet“ geführt. Gefährdungspotentiale sind der Klimawandel und raues Wetter.[3]
Literatur
- Baptista, L. F., P. W. Trail, H. M. Horblit, P. F. D. Boesman und E. Garcia: Orange Dove (Ptilinopus victor), version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, and E. de Juana, Editors). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2020
Weblinks
- Mystery bird: orange dove, Ptilinopus victor, The Guardian News vom 2. April 2011
- Ptilinopus victor bei Avibase
- Orangefruchttaube (Ptilinopus victor) auf eBird.org
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Orangefruchttaube
- Ptilinopus victor im Integrated Taxonomic Information System (ITIS)
- Ptilinopus victor, Animalia
Einzelnachweise
- ↑ Orange Fruit Dove, oiseaux.net
- ↑ a b Baptista, L. F., P. W. Trail, H. M. Horblit, P. F. D. Boesman und E. Garcia: Orange Dove (Ptilinopus victor), version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, and E. de Juana, Editors). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2020
- ↑ Orange Dove, auf iucnredlist.org, eingesehen am 2. Dezember 2025