Pseudoziidae
| Pseudoziidae | ||||||||||||
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Euryozius danielae | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Pseudoziidae | ||||||||||||
| Alcock, 1898 |
Die Pseudoziidae sind eine Familie mariner Krabben mit neun Arten.[1]
Merkmale
Der Carapax ist meist queroval, die maximale Länge beträgt 65 bis 75 % der Maximalbreite. Die Regionen sind mäßig bis gar nicht abgrenzbar. Der vordere Seitenrand ist glatt mit kleinen Dornen an der vorn-seitlichen Ecke oder mit durch kleine Einschnitte oder Spalten getrennten Lappen. Der hintere Seitenrand ist gewunden oder gerade, stark konvergierend und mit einem Winkel von 40 bis 45° zum Hinterrand. Letzterer hat zwischen 30 und 50 % der Maximalbreite. Die Stirn ist nahezu gerade, zwei- oder schwach vierlappig, axial gekerbt. Sie ist oft deutlich zurückgebogen, alle Lappen reichen gleich weit nach vorn. Die Stirnbreite beträgt etwa 30 % der Gesamtbreite. Die Augenhöhlen sind flach und eiförmig, Die Breite von Augenhöhle und Stirn zusammen beträgt etwa die Hälfte der Maximalbreite. Drittes und viertes Glied der Antennulen sind kurz und vollständig in die Antennulen zurückgezogen. Die Antenne ruht nicht im Augenhöhlenspalt, sondern zweites und drittes Glied sind in einer abgerundeten Spalte zwischen Stirn und Überaugendorn platziert.[2]
Der Merus des Scherenbeins ist etwa zylindrisch und ohne lappenartigen Fortsatz. Die Handwurzel (Carpus) trägt einen kurzen scharfen Zahn. Am größeren Scherenbein sind Basis-Ischium und Merus manchmal verschmolzen, Reste der Naht bleiben aber sichtbar. Die Coxa scheinen direkt mit dem Merus zu artikulieren. Die Finger der Scheren (Chelae) sind schwarz.[2]
Das Pleon ist bei Männchen relativ schmal, vor allem im Bereich des zweiten bis vierten Somiten. Alle Somiten und das Telson sind frei beweglich. Manchmal nimmt das Pleon nicht den gesamten Raum zwischen den Coxae des letzten Schreitbeins ein, so dass der achte Sternit sichtbar bleibt. Der Druckknopf zur Arretierung des Pleon liegt am Hinterrand des fünften Sterniten. Erster und zweiter Sternit sind verschmolzen, die Naht nicht mehr sichtbar. Die bilden bei Männchen ein breites Dreieck mit konkaven Seitenrändern und scharfer Spitze. Die Sternalnaht 2/3 ist relativ tief, die 3/4 medial unterbrochen, die 4/5 und 5/6 unvollständig und die folgenden vollständig. Der vierte Sternit ist deutlich breiter als der dritte und etwa so breit wie beide Sterniten zusammen lang sind, so dass sich eine quadratische Struktur bildet. Die Breite des vierten Sterniten beträgt etwa das 2,6fache des Abstands zwischen der Spitze des eingeklappten Telsons und der Grenze zwischen drittem und vierten Sternit.[2]
Das erste Gonopodium ist relativ schlank, lang, leicht gebogen und am Ende sich verjüngend oder kräftig, nur leicht gewunden, mit stumpfer Spitze. Seine Seitenränder sind von deutlichen kleinen Dornen gesäumt. Das zweite Gonopodium ist nur etwa ein Drittel bis halb so lang und gerade. Seine Geißel ist kurz oder sehr kurz.[2]
Systematik
Die Familie enthält zwei Gattungen:[1]
- Euryozius Miers, 1886
- Pseudozius Dana, 1851
Die von Mary J. Rathbun 1911 eingeführte Gattung Gardineria wird heute als Synonym für Euryozius angesehen.[1]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c Pseudoziidae Alcock, 1898. World Register of Marine Species. Abgerufen am 26. Oktober 2025.
- ↑ a b c d Peter J. F. Davie, Danièle Guinot, Peter K. L. Ng: Systematics and Classification of the Brachyura. In: Peter Castro, Peter J. F. Davie, Danièle Guinot, Frederick R. Schram, J. Carel von Vaupel Klein (Hrsg.): The Crustacea. Band 2. Koninklijke Brill NV, Leiden 2015, S. 1107–1108.