Prinz-Eugen-Straße (Leipzig)
| Prinz-Eugen-Straße | |
|---|---|
| Straße in Leipzig | |
| Ambulantes Reha-Zentrum des St. Elisabeth-Krankenhauses (2015), zuvor Klinik Bethanien (ehemals Villa Schomburgk, von 1900) | |
| Basisdaten | |
| Ort | Leipzig |
| Ortsteil | Connewitz |
| Angelegt | Mittelalter |
| Hist. Namen | Königstraße |
| Anschlussstraßen | Wolfgang-Heinze-Straße, Bornaische Straße |
| Querstraßen | Apitzschgasse Probstheidaer Straße, Dölitzer Straße, Am Lindenhof |
| Bauwerke | zahlreiche Villen mit Denkmalschutz |
| Nutzung | |
| Nutzergruppen | allg. Straßenverkehr |
| Technische Daten | |
| Straßenlänge | 700 m[1] |
Die Prinz-Eugen-Straße ist eine Anliegerstraße im Leipziger Stadtteil Connewitz. Sie ist benannt nach Eugen von Württemberg (1788–1857), der in der Völkerschlacht bei Leipzig eine russisch-preußische Armeeeinheit befehligte.
Beschreibung
Die Prinz-Eugen-Straße beginnt an der Wolfgang-Heinze-Straße an der Koburger Brücke über die Mühlpleiße und verläuft leicht geschwungen in südöstlicher Richtung über 700 Meter zur Bornaischen Straße, die sie in der Nähe des Bahnhofs Connewitz erreicht. Dabei steigt sie von 117 Meter auf 124 Meter Seehöhe an.[2]
Die Breite der Straße beträgt zwischen sechs und neun Meter, und sie besitzt Gehwege – stellenweise nur auf einer Seite. Die Bebauung ist bis auf die Hausnummern 1–3a in offener Bauweise, zumeist villenartig. 26 ihrer Gebäude stehen unter Denkmalschutz.[3] und darüber hinaus auch das Gesamtgebiet.[4]
Geschichte
Die Prinz-Eugen-Straße entstand aus dem Verbindungsweg der beiden historischen Dorfkerne von Connewitz, dem auf dem Hochufer der Pleiße gelegenen ehemaligen Rittergut und der Siedlung Döbschütz an der Mühlpleiße. Im unteren Teil befand sich an der Nordseite des Weges eine sorbische Wallanlage. Hier entstand 1729 eine Lehrerwohnung mit einem Unterrichtsraum, woraus später eine Schule wurde. Für die Anhöhe bürgerte sich der Name Schulberg ein. Neben der Schule wurde 1770/1771 die ehemalige Connewitzer Kirche erbaut, die nach der Fertigstellung der Paul-Gerhardt-Kirche 1902 abgerissen wurde.[5]
Während bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts die nun Königstraße genannte Dorfstraße fast nur Bauernhöfe säumten, änderte sich danach das Bild. Das Leipziger Großbürgertum hatte Connewitz als Naherholungsort und günstige Lage für einen Sommeraufenthalt entdeckt. Es entstanden insbesondere an der Königstraße Sommer-Landhäuser und später auch aufwändige Villen als Dauerwohnsitze.
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Nr. 19 von 1874 (2021)
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Nr. 28 von 1894 (2021)
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Nr. 31 von 1898 (2021)
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Nr. 40 von 1906 (2019)
1891 wurde Connewitz nach Leipzig eingemeindet und 1907 die Königstraße in Prinz-Eugen-Straße umbenannt. Bis 1995 stand am westlichen Ende der Straße die über die Stadt hinaus bekannte Gaststätte Haus Connewitz.
Literatur
Gina Klank, Gernoth Griebsch: Lexikon Leipziger Straßennamen. Hrsg.: Stadtarchiv Leipzig. 1. Auflage. Verlag im Wissenschaftszentrum Leipzig, Leipzig 1995, ISBN 3-930433-09-5, S. 172.
Weblinks
- Prinz-Eugen-Straße. In: Website der Stadt Leipzig.
- Prinz-Eugen-Straße. In: onlinestreet.
- Prinz-Eugen-Straße. In: YouTube. (14 min.-Video, Gang entlang der Prinz-Eugen-Straße).
Einzelnachweise
- ↑ ´gemessen mit Google Maps
- ↑ gemäß GPS Koordinaten und Meereshöhe. In: .mapcoordinates.net. Abgerufen am 2. November 2025.
- ↑ Vergleiche Liste der Kulturdenkmale in Connewitz, L–Z
- ↑ Eintrag in der Denkmaldatenbank des Landes Sachsen zur Denkmal-ID 0929021 (PDF, inklusive Kartenausschnitt). Abgerufen am 2. November 2025.
- ↑ Zeitleiste Connewitz. In: Im Leipziger Pleißeland, Passage-Verlag, Leipzig 1996, ISBN 3-9804313-4-7
Koordinaten: 51° 18′ 6″ N, 12° 22′ 45″ O