Prężyce
| Prężyce Brandschütz | ||
|---|---|---|
| ? Hilfe zu Wappen |
||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Polen
| |
| Woiwodschaft: | Niederschlesien | |
| Powiat: | Średzki | |
| Gmina: | Miękinia | |
| Geographische Lage: | 51° 14′ N, 16° 49′ O | |
| Einwohner: | 255 | |
| Postleitzahl: | 55-330 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 71 | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Nächster int. Flughafen: | Breslau | |
Prężyce (deutsch: Brandschütz) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Miękinia (Nimkau) im Powiat Średzki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.
Lage
Nachbarorte sind Lenartowice (Leonhardwitz) im Westen, Czerna (Tschirnau) im Süden, Gosławice (Gniefgau) im Südosten.
Geschichte
„Branschin“, das zum Herzogtum Breslau gehörte, wurde erstmals im Jahre 1319 urkundlich erwähnt. Für das Jahr 1401 ist es in der Schreibweise „Pranschiz“ und 1466 als „Pranse“ belegt. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel Brandschütz mit dem größten Teil Schlesiens 1741/42 an Preußen. 1816 wurde es dem Kreis Neumarkt eingegliedert, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. 1845 gehörte das Dorf dem Rittmeister a. D. Friedrich Wilhelm Fichtner und zählte damals 41 Häuser, ein herrschaftliches Schloss, 283 Einwohner (davon 71 katholisch), evangelische und katholische Kirche zu Auras, eine um 1800 gegründete evangelische Schule mit einem Lehrer (eingeschult: Gniefgau), eine Windmühle, eine Ziegelei, sechs Handwerker und zwei Händler.[1]
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Brandschütz 1945 mit dem größten Teil Schlesien an Polen. Nachfolgend wurde es in Prężyce umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde – soweit sie nicht vorher geflohen war – vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.
Sehenswürdigkeiten
- Schloss Brandschütz (Pałac w Prężycach) im neugotischen Stil.[2]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topograph. Übersicht der Dörfer, Flecken, ... der königl. Preußischen Provinz Schlesien (etc.) 2., verm. Aufl. Graß, 1845, S. 54.
- ↑ Prężyce. In: palaceslaska.pl. Abgerufen am 6. April 2023 (polnisch).