Pony (Frisur)
Der Pony, auch Stirnfransen genannt, ist eine Frisur, bei der die Haare an der Kopfvorderseite so abgeschnitten werden, dass die Schnittkante auf der Stirn eine mehr oder weniger gerade Linie bildet, die entweder genau horizontal oder leicht geneigt verläuft.[1]
Bezeichnungen
Die Bezeichnung ist an die Mähne eines Pony-Pferds angelehnt. Sie entstand durch Verkürzung von „Haare wie eine Ponymähne“ sowie von Zusammensetzungen wie Ponylocken oder Ponyfransen (um 1800).[2]
Im britischen Englisch wird diese Frisur als fringe bezeichnet, im amerikanischen Englisch als bangs. Das amerikanische Pluralwort bangs leitet sich von bang-tail ab, einer Bezeichnung für den horizontal geschnittenen Schweif eines Pferdes.[3]
Das Wort pony wird im Englischen manchmal für eine andere Frisur verwendet, nämlich für den Pferdeschwanz. Dieser wird aber zumeist ponytail genannt (wörtlich „Ponyschwanz“).
Langer und kurzer Pony
Vollpony
Beim Vollpony bedeckt das Haupthaar die Augenbrauen. Bei einem geraden Vollpony sind die Stirnfransen klar konturiert zum Haupthaar, der Vollpony kann aber auch seitlich ins Haupthaar übergehen.
Französischer Pony
Hierbei handelt es sich um einen kurzen Pony, wie ihn beispielsweise Audrey Tautou in „Die fabelhafte Welt der Amélie“ trägt. Der Schnitt zeichnet sich durch eine gerade Linie aus. Der französische Pony betont die Gesichtspartie, vor allem Augenbrauen und Augen, er wird auch Short Pony genannt. Weitere Bezeichnungen lauten Micro Bangs oder Baby Bangs.[4]
Weitere Typen
Fransenpony
Dabei ist der Pony nicht schnurgerade geschnitten, sondern stufig und leicht asymmetrisch gehalten, sodass einzelne Fransen ins Gesicht fallen. Die Stufen erreicht man durch die Kürzung des Deckhaars. Der Pony geht seitlich in das Haupthaar über.
Schrägpony
Beim Schrägpony werden die Stirnfransen schräg gelegt.
Lockenpony
Beim Lockenpony sind die gelockten Haare charakteristisch. Dieser Pony bietet sich vor allem bei Naturwellen und -locken an, kann aber auch per Lockenstab frisiert werden. Bei dieser Art von Stirnfransen kann es sich um einen Fransen- oder Vollpony handeln.
Ponyrolle
Die Ponyrolle stammt aus den 1940er und 1950er Jahren. Sie zeichnet sich durch eine lange Rolle aus, die mittels Lockenwickler bzw. Lockenstab nach oben oder nach unten geföhnt wird.
Außenwellenpony
Die Föhnfrisur stammt aus den 1970er Jahren. Bekannteste Vertreterin ist Farrah Fawcett, die diesen Schnitt maßgeblich prägte. Dabei wird der Pony zweigeteilt und jeweils auf die Seite geföhnt. Die Spitzen werden mit Lockenstab bzw. Lockenwickler mittlerer oder großer Größe nach außen gedreht.
Strähnchenpony
Dabei handelt es sich um lange, vereinzelte Strähnen, die ins Gesicht fallen. Vor allem in der Emo-Szene findet sich dieser Ponyschnitt wieder.[5]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Pony, der bei duden.de: „in die Stirn gekämmtes, meist gleichmäßig kurz geschnittenes, glattes Haar“.
- ↑ Pony, der. In: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache. Abgerufen am 27. September 2019, siehe Etymologie.
- ↑ bangs im Online Etymology Dictionary.
- ↑ Micro Bangs – Der Pony, der 2024 die Frisurenwelt von Innsbruck erobert abgerufen am 12. Mai 2024
- ↑ Emo-Frisuren. ( des vom 5. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Maedchen.de