Pošumaví
Pošumaví ist eine Region im Südwesten Tschechiens. Sie stellt die Ausläufer des Böhmerwaldes (tschechisch: Šumava) zwischen den Städten Prachatice (Region Südböhmen) und Klatovy (Region Pilsen). Sie grenzt im Norden an die Region Westböhmen und im Süden an die Region Moldau.
Kultur
Die Volkskultur ist geprägt durch die Geographie der Vorgebirgslandschaft und bis 1945 von der kulturellen Grenzlage zwischen Deutschböhmen und Tschechen. Im Norden ist die Region durch die Kultur der Choden geprägt.
Eine besondere Bedeutung für die Region hatte ab dem Ende des 18. Jahrhunderts die Hinterglasmalerei. Zentren waren hier die Orte Nýrsko, Volary und das im Böhmerwald gelegene Kvilda.
Architektur
Architektisch ist in dieser Region das Fachwerkhaus verbreitet, was einen Unterschied zum Böhmerwaldhaus in den angrenzenden Mittelgebirgslagen darstellt. Auf großen Bauernhöfen oder an abgelegenen Orten stand früher ein Glockenturm auf dem Dach von Häusern. Eine Ausnahme stellt die Stadt Volary (deutsch Wallern) dar, wo seit dem 16. Jahrhundert eine alpine Hausform, dass sogenannte Wallerer Haus verbreitet ist.
Verkehrserschließung
Die Region wir von Nordwest nach Südost durch die Straße I/22 Klatovy–Strakonice und die Bahnstrecke Horažďovice předměstí–Klatovy erschlossen.
Namensgeber
Die Orte Černá v Pošumaví (Schwarzenberg) und Strašice v Pošumaví (Straschitz) tragen im tschechischem im Gegensatz zu ihren Deutschen Namen die bezeichnung „v Pošumaví“ („in Pošumaví“) im Namen.
Siehe auch
- Vorderer Bayerischer Wald – vergleichbare Region auf der südlichen Seite des Mittelgebirges