Planetarium Freiburg

Das Planetarium Freiburg befindet sich seit Dezember 2002 am Nordende des Hauptbahnhofs Freiburg. Es ist das einzige Planetarium in Südbaden.[1]

Geschichte

Als Vorgänger zum heutigen Planetarium wurde am 14. März 1975 ein von Richard Fehrenbach initiiertes Planetarium in der Kuppel der Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule eröffnet. Richard Fehrenbach hatte in Eigenregie über 13 Jahre lang gemeinsam mit Kollegen und Schülern der Gewerbeschule den Projektor gebaut. Hierzu wurden von Hand über 8.000 Sterne gebohrt und deren Positionen und Umlaufbahnen berechnet. Nach der Sternwarte Reutlingen war dies das erste Planetarium in Baden-Württemberg.

Nach dem Tod Fehrenbachs 1976 wurde das Planetarium bis 1983 ehrenamtlich von der Gewerbeschule weiterbetrieben und erhielt dann einen hauptamtlichen Leiter.[2]

2002 konnte das Planetarium in den ehemaligen Ufa-Palast am Nordende des nahe gelegenen Hauptbahnhofs Freiburg umziehen. Es erhielt einen neuen Projektor. Im Saal befinden sich 140 Sitzplätze.

2013 wurde das Planetarium renoviert und ein Fulldome-Videoprojektionssystem ergänzt.

Heute verzeichnet das Planetarium ca. 70.000 Besucher pro Jahr.

Technik

Die Kuppel des Freiburger Planetariums weist einen Durchmesser von 13 Metern auf. In ihrem Mittelpunkt steht der Planetariumsprojektor Starmaster des Unternehmens Carl Zeiss.[3] Eine Fulldome-Videoanlage der Firma Sky-Skan ermöglicht eine kuppelfüllende Videoprojektion über zwei JVC Laserprojektoren. Die Darbietungen erfolgen auf einer 265 Quadratmetern umfassenden Leinwand, die als 360-Grad-Kuppel realisiert wurde.[1]

Anbindung

Das Planetarium befindet sich im Gebäudekomplex des Hauptbahnhofs Freiburg. Dort besteht Anschluss an die Straßenbahn sowie das Fahrradverleihsystem Frelo.

Commons: Planetarium Freiburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Das Planetarium hat neu eröffnet!, Artikel vom 24. September 2013, zuletzt aufgerufen am 29. Mai 2017
  2. Jens Kitzler: Freiburgs Planetarium wird 50 Jahre alt – seine Geschichte beginnt mit 8000 handgebohrten Sternen. In: Badische Zeitung. 1. Oktober 2025, abgerufen am 2. Oktober 2025.
  3. Planetarium Freiburg, zuletzt aufgerufen am 29. Mai 2017

Koordinaten: 47° 59′ 57,6″ N, 7° 50′ 35,3″ O