Plan-Bolívar-2000
Plan Bolívar 2000 war die erste sogenannte Bolivarische Mission der Chávez-Regierung. Das Projekt wurde am 27. Februar 1999 von Hugo Chávez gestartet. Etwa 40.000[1] Soldaten verteilten Lebensmittel und führten Bildungskurse und Impfungen durch.
Verschiedene Skandale plagten das Programm und nach nur einem Jahr musste das Programm wegen Unkontrollierbarkeit beendet werden. Wegen Verschwendung und Korruption (Korruption in Venezuela) wurden insgesamt 150 Millionen US-Dollar ausgegeben. Zu den häufigsten Korruptionsmechanismen in diesem Programm gehörten fingierte Rechnungen und Verträge mit nicht existierenden Unternehmen.[2][1]
Dennoch konnte mit dem Plan-Bolívar-2000 grundlegende soziale Arbeit in benachteiligten Wohnvierteln geleistet werden, die von früheren Regierungen vernachlässigt worden waren.[1] Als der Generalstaatsanwalt Eduardo Roche den Fall untersuchen wollte, wurde er von Clodosbaldo Russián ersetzt.
Der Plan-Bolívar-2000 wurde von General Victor Cruz Weffer geleitet und hatte ein Budget von rund 300 Millionen US-Dollar. 2013 wurde Cruz Weffer vom Obersten Gericht der Korruption angeklagt.[3] Erste Untersuchungen gegen ihn hatten bereits im Jahr 2002 begonnen.[1]
Einzelnachweise
- ↑ a b c d Patrick Guillaudat, Pierre Mouterde: Les couleurs de la révolution – La gauche à l’épreuve du pouvoir : Venezuela, Équateur, Bolivie. Un bilan à travers l’histoire. Éditions Syllepse, Paris 2022, ISBN 979-1-03990040-9, S. 134.
- ↑ Cato über Korruption in Venezuela (PDF; 300 kB).
- ↑ Freedom in the World 2002 – Venezuela. UNHCR, 18. Dezember 2001, abgerufen am 10. Januar 2026.