Placid Bütler

Placid Bütler (* 20. November 1859 in Beinwil bei Muri; † 3. August 1928 in St. Gallen[1]) war ein Schweizer Historiker.[1]

Werdegang

Bütler studierte an den Universitäten in Zürich, Basel und Genf und schloss sein Studium 1885 an der Universität Zürich mit der Promotion ab. Er unterrichtete anschliessend zwischen 1884 und 1898 als Lehrer in Rorschach und Baden und zwischen 1898 und 1925 an der Kantonsschule St. Gallen als Professor.[1]

Bütler wirkte als Mitarbeiter am Urkundenbuch der Abtei Sanct Gallen (Bd. 5) und am Historisch-Biographischen Lexikon der Schweiz (HBLS) mit. Zwischen 1919 und 1924 war er Präsident des Historischen Vereins des Kantons St. Gallen.[1] Von ihm stammen viele Beiträge zur Schweizer Geschichte; für die liechtensteinische Historiografie seien «v. a. seine Beiträge zu den Freiherren von Brandis […] von Bedeutung».[1]

Veröffentlichungen

  • mit Emil Krüger: Regesten der Grafen von Werdenberg-Heiligenberg und von Werdenberg-Sargans. St. Gallen 1887.
  • Friedrich VII., der letzte Graf von Toggenburg. St. Gallen 1887.
  • Abt Berchtold von Falkenstein (1244–1272). St. Gallen 1894.
  • Die Freiherren von Enne auf Grimmenstein. St. Gallen 1916.
  • Altstätten. St. Gallen 1922.
  • (Hrsg.): Ekkeharts IV. Casus Santi Galli. Nach der Ausgabe in den Mitteilungen zur vaterländischen Geschichte des Historischen Vereins von St. Gallen übersetzt von Gerold Meyer von Knonau. Leipzig 1925.

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b c d e Fabian Frommelt: Bütler, Placid. In: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (historisches-lexikon.li, Stand: 31. Dezember 2011), abgerufen am 14. Dezember 2025.