Piz Blas

Piz Blas
Piz Blas rechts der Mitte im Hintergrund
Höhe 3019 m ü. M.
Lage Kantonsgrenze Tessin / Graubünden, Schweiz
Gebirge Gotthardmassiv
Dominanz 5,9 km → Piz Gannaretsch
Schartenhöhe 313 m ↓ Fuorcla Rondadura
Koordinaten 698830 / 159236

Der Piz Blas ist ein 3019 m ü. M. hoher Berg im östlichen Teil des Gotthardmassivs an der Grenze zwischen dem Kanton Tessin und dem Kanton Graubünden in der Schweiz.

Der Berg befindet sich etwa in der Mitte der drei Pässe Oberalp im Norden, Lukmanier im Osten und Gotthard im Westen und ist die höchste Erhebung der Hauptkette zwischen dem Gotthard- und dem Lukmanierpass.

Auf der Südseite fällt der Berg steil rund 600 Meter ins Val Cadlimo ab. Nach Norden führt ein Grat, der Val Curnera und Val Nalps trennt. Nach Osten führt der Grat auf der Nordseite des Val Cadlimo zum Pass Nalps (2749 m ü. M.), bevor er dann zum Piz Rondadura (3016 m ü. M.) ansteigt. Im Westen führt der Grat zum Piz Borel (2952 m ü. M.).

In den südlichsten, höchsten Bereiche von Val Curnera und Val Nalps lagen um das Jahr 1900 noch kleine Gletscher, die bis zu den Feldwänden am Piz Blas hochreichten.[1] Heute ist nur noch ein kleines Firnfeld an der Nordwestflanke übrig.[2]

Die Normalroute führt über den Südwestgrat (T5).[3] Die Skitourenroute führt von der Fuorcla dil Blas (2817 m ü. M.) über die Nordflanke auf den Gipfel.[4]

Am Piz Blas hat ein lokaler Strahler 1934 einen 82 Kilogramm schweren Rauchquarz gefunden. Es handelt sich um das grösste Exemplar, das bisher im Kanton Graubünden gefunden wurde.[5.1][6]

Der Piz Blas ist von der Cadlimohütte aus erreichbar, die Grattour zum Gipfel wird mit Schwierigkeitsstufe T5 bewertet.

1903 wurde auf der Südflanke des Berges eine Schulklasse aus Zürich von einer Lawine mitgerissen. Der Lehrer Walter Gröbli und drei Schüler zogen sich dabei tödliche Verletzungen zu, viele andere erhebliche Verletzungen.[7]

Commons: Piz Blas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Siegfriedkarte.
  2. Swisstopo; Datei:Piz blas.JPG (2011).
  3. Piz Blas – Berg- und Alpinwandern. In: SAC. Abgerufen am 21. Dezember 2025.
  4. Piz Blas – Skitouren. In: SAC. Abgerufen am 21. Dezember 2025.
  5. Victor Sialm-Bossard: Der grosse Rauchquarzfund im Giuv-Syenit (GR) 1996. In: Schweizer Strahler. Nr. 11(4), 1997, S. 162–174 (historia-tujetsch.ch [PDF; abgerufen am 21. Dezember 2025]).
    1. S. 136
  6. Naturhistorisches Museum Freiburg: Das Museum leiht eine Rarität nach Graubünden aus. In: Naturhistorisches Museum Freiburg. 19. August 2020, abgerufen am 21. Dezember 2025.
  7. Lokales. In: Neue Zürcher Zeitung. Abendausgabe, Nr. 1174, 26. Juni 1928, S. 2 (e-newspaperarchives.ch [abgerufen am 20. Dezember 2025]).