Piotr Myszkowski
Piotr Myszkowski (* um 1505 in Przeciszów; † 5. April 1591 in Krakau, Polen-Litauen) war Großkronsekretär, Königlicher Sekretär und Unterkronkanzler sowie von 1567 bis 1577 Bischof von Płock und von 1577 bis 1581 Bischof von Krakau. Seine Familie war Teil der Wappengemeinschaft Jastrzębiec.
Leben
Piotr Myszkowski studierte ab 1527 an der Krakauer Akademie, wo er von Bischof Tomicius gefördert wurde. 1535 ermöglichte er ihm ein weitergehende Studien in Padua und später in Rom. Nach seiner Rückkehr nach Polen-Litauen erwarb er in den 1540er Jahren als Domherr Pfründe in Krakau und Gnesen. Später wurde er Königlicher Sekretär unter Sigismund II. August. 1559 wurde er Großkronsekretär und Unterkronkanzler. 1560 wurde er Dekan der Krakauer Akademie. 1567 wurde er zum Bischof von Płock und 1577 zum Bischof von Krakau ernannt. 1569 war er Mitunterzeichner der Union von Lublin. 1573 unterstützte er Henri Valois bei der Wahl zum polnisch-litauischen König und 1575 Maximilian Habsburg. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger auf dem Krakauer Bischofsstuhl Franciszek Krasiński war ein Gegner der Polnischen Brüder und Unterstützer der Dominikaner und Jesuiten, insbesondere von Piotr Skarga. Er baute die Bischofsschlösser Bodzentyn und Kielce aus. An seinem Hof holte er zahlreiche Humanisten, unter anderem den Dichter Jan Kochanowski. Als Bischof sammelte er ein beträchtliches Privatvermögen von drei Städten und 78 Dörfern sowie den Schlössern Bobolice, Książ Wielki und Mirów an, das später auf seine Erben als Familienfideikommiss Pińczów überging. Er wurde in der Myszkowski-Kapelle an der Krakauer Dominikanerbasilika beigesetzt. Sein Grabmal gestaltete Santi Gucci.
Siehe auch
Literatur
- Marceli Kosman: Między tronem a ołtarzem. Poznań 2000, ISBN 83-7272-017-7 (polnisch).
- Piotr Nitecki: Biskupi Kościoła w Polsce w latach 965–1999. Słownik biograficzny, wyd. II, popr. i uzupeł., Warszawa 2000, k. 51. ISBN 83-211-1311-7 (polnisch).
Weblinks
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Andrzej Noskowski | Bischof von Płock 1567–1577 | Piotr Dunin Wolski |
| Franciszek Krasiński | Bischof von Krakau 1577–1591 | Georg Radziwill |