Pillhuhn

Pillhuhn (auch Pilly Pillhuhn genannt[1]) ist eine Comicfigur, die 1969 vom Hamburger Werbekaufmann Clemens Krauss erdacht wurde.[2]

Veröffentlichung und Vermarktung

Anfangs wurde Pillhuhn als „Comic mit dummem Spruch“ über zehn Jahre in der Programmzeitschrift Hörzu veröffentlicht (zuerst 1971[3]), danach als Comic-Strip in Bild am Sonntag, Mach mal Pause, Romanwoche und diversen Regional-Tageszeitungen sowie in der Jugendzeitschrift Pop/Rocky. Höhepunkt war ein Comic-Magazin mit dem Namen „Pillhuhn“, 1988 bis 1990 erschienen beim Bastei-Verlag.[4] Insgesamt wurden acht Hefte im Zwei-Monats-Rhythmus, plus einen Sammelband mit Heft 1 und 2 veröffentlicht.[5] Auch eine Hörspiel-Serie von Karussell wurde produziert (Pillhuhn-Stimme: Lutz Mackensy).[6]

Sonstiges

  • In Darmstadt gibt es seit 1975 die Traditionskneipe Pillhuhn.
  • In Lohne gibt es seit 1977 ebenfalls eine Traditionskneipe Pillhuhn.
  • Der Künstler Sigmar Polke hat die „in den 1970er Jahren allgegenwärtige“ Pillhuhn-Figur in das seiner Werkgruppe Wir Kleinbürger! zugehörige Gemälde Pille von 1976 integriert.[7]
  • Als „Geburtstag“ des Pillhuhns gilt der 17. März 1969.[1]
  • Bekannte Prominente wie James Last, Achim Reichel, Günter Fink und Otto Waalkes trugen öffentlich Pillhuhn-T-Shirts in den 1970er und 1980er Jahren.[8]

Einzelnachweise

  1. a b Pilly Pillhuhns Geburtstag. In: pilly.de. Abgerufen am 6. November 2025.
  2. Don Kosaken und das Pillhuhn, Berliner Zeitung, 17. Mai 2009, abgerufen am 20. April 2012.
  3. Clemens Krauss Pillhuhn Story. In: pilly.de. Abgerufen am 6. November 2025.
  4. Pillhuhn bei Deutscher Comic Guide
  5. Pillhuhn Comic Hefte. In: pilly.de. Abgerufen am 6. November 2025.
  6. Pillhuhn Musikcassetten. In: pilly.de. Abgerufen am 6. November 2025.
  7. Diedrich Diederichsen: Pillhuhn und Fliegenpilz: Polke als Psychedeliker. In: Sigmar Polke: Wir Kleinbürger! Zeitgenossen und Zeitgenossinnen. Die 1970er Jahre. Katalog zur Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle 13. März 2009–31. Januar 2010. Hrsg. von Petra Lange-Berndt u. a. Walther König, Köln 2009, ISBN 978-3-86560-593-1, S. 276–286 (S. 286); Abb. auf aufklappbarer Tafel: „Pille, 1976. Gouache, Goldbronze, Lack- und Acrylfarben auf Papier auf Leinwand, 207 × 295 cm. Privatbesitz, Hamburg“ (S. 87).
  8. Pilly Pillhuhn und Prominenz. In: pilly.de. Abgerufen am 6. November 2025.