Pichl (Gemeinde Zöbern)
| Pichl (Dorf) Ortschaft | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Neunkirchen (NK), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Neunkirchen | |
| Pol. Gemeinde | Zöbern (KG Zöbern) | |
| Koordinaten | 47° 29′ 32″ N, 16° 9′ 15″ O | |
| Höhe | 792 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 108 (1. Jän. 2025) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 05353 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Pichl ist eine Ortschaft in der Gemeinde Zöbern im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich mit 108 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]
Geografie
Die südöstlich von Zöbern gelegene und von der Landesstraße L4181 nur über eine Stichstraße erreichbare Rotte befindet sich auf einer baumfreien Kuppe. Zur Ortschaft zählen weiters die Streusiedlungen Grünhöfen und Pichl-Zerstreute Häuser sowie die Einzellagen Glöckl, Redlbauer, Trettlermühle, Winkelbauer, womit diese am 1. April 2020 insgesamt 56 Adressen umfasste.[2]
Geschichte
Die Bewohner waren Gebirgsbauern mit bedeutendem Grundbesitz zwischen 20 und 80 Joch, der aber der Bodenerosion und dem Hagelschlag ausgesetzt war, stellte Schweickhardt im 19. Jahrhundert fest. Damit waren die Böden nur von mittlerer Güte, dennoch säten die Bauern Hafer und Flachs und selten auch Weizen und Korn. Die Viehzucht war unbedeutend. Im Jahr 1822 wurde der Ort mit 33 einzelnen Häusern genannt, die nach Zöbern eingepfarrt waren, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Ziegersberg besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Aspang ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Krumbach und Ziegersberg.[3]
Nach dem Umbruch 1848 wurde Pichl ein Teil der Gemeinde Zöbern, die bis 1867 dem Amtsbezirk Aspang zugeteilt war und dann dem Bezirk Neunkirchen.
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 4. Band: Neusiedl bis Pottendorf. Mechitaristen, Wien 1832, S. 272 (Pichel in der Google-Buchsuche).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 109, Sektion Aspang, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,5 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 274.
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 118 (Pichel in der Google-Buchsuche).