Philippe Zeller

Philippe André François Zeller (* 3. Oktober 1952 in Lyon) ist ein französischer Beamter und Diplomat, der unter anderem als Präfekt des Département Ariège und als Botschafter in Ungarn, Indonesien, Kanada und Botschafter beim Heiligen Stuhl tätig war.

Leben

Philippe André François Zeller ist Absolvent der École des hautes études commerciales Paris (HEC Paris) und der Nationalen Hochschule für Verwaltung ENA (École nationale d’administration), die er 1978 als Angehöriger des Jahrgangs „Promotion Pierre Mendès France“ abschloss, dem unter anderem der Diplomat Bruno Joubert[1] angehörte. Er diente auch als Reserveoffizier in der Marine Nationale und wurde am 28. Januar 1992 zum Kapitänleutnant (Lieutenant de vaisseau) sowie am 15. Januar 1999 zum Korvettenkapitän (Capitaine de corvette) befördert. Nachdem er zwischen 1978 und 1984 Sekretär in der Zentralverwaltung im Außenministerium war, fungierte von 1984 bis 1986 als Leiter der Kooperationsmission auf den Seychellen sowie zwischen 1986 und 1988 als Zweiter Botschaftsrat an der Botschaft in Marokko. Er war von 1988 bis 1991 Technischer Berater im Büro des Ministers für Forschung und Technologie Hubert Curien[2] und nach seiner Rückkehr ins Außenministerium von 1991 bis 1993 Direktor für Entwicklung und wissenschaftliche, technische und pädagogische Zusammenarbeit in der Zentralverwaltung sowie zwischen 1993 und 1997 Direktor für Haushalts-, Verwaltungs- und Finanzangelegenheiten der Generaldirektion Verwaltung. Er wurde zudem am 2. Juli 1992 Mitglied des Verwaltungsrats der Agentur für die Verbreitung technologischer Informationen ADIT (Agence pour la diffusion de l’information technologique) sowie am 9. Oktober 1992 Verwaltungsratsmitglied der Cité des sciences et de l’industrie (Stadt der Wissenschaften und der Industrie). Am 31. März 1994 wurde er des Weiteren Verwaltungsratsmitglied der Agentur für französische Auslandsstudien AEFE (Agence pour l’enseignement français à l’étranger).

Als Nachfolger von Christian Galliard de Lavernée[3] übernahm Zeller am 1. Oktober 1997 den Posten als Präfekt des Département Ariège und verblieb in dieser Funktion bis zum 21. Juni 2000, woraufhin Pierre Soubelet[4] ihn ablöste. Er war daraufhin von 2000 bis 2001 Botschafter für Umweltfragen sowie als Nachfolger von Alain Catta[5] zwischen 2001 und 2004 Generaldirektor der Verwaltung des Außenministeriums. Er wurde am 24. Oktober 2001 außerdem Mitglied des Hohen Rates des staatlichen öffentlichen Dienstes CSFPE (Conseil supérieur de la fonction publique de l’État). Für seiner Verdienste wurde er am 10. Juli 2002 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Am 27. September 2004 löste er Dominique de Combles de Nayves[6] als Botschafter in Ungarn ab und hatte diese Funktion bis zu seiner Ablösung durch René Roudaut[7] am 14. Juni 2007 inne. Am 20. April 2007 wurde er Offizier des Ordre national du Mérite.

Im Anschluss war Zeller als Nachfolger von Catherine Boivineau[8] vom 27. Mai 2008 bis zu seiner Ablösung durch Bertrand Lortholary[9] am 9. Februar 2012 Botschafter in Indonesien. Am 14. Juli 2010 wurde er zum Offizier der Ehrenlegion ernannt. Bereits am 1. August 2011 wurde er als Nachfolger von François Delattre[10] zum Botschafter in Kanada ernannt und verblieb auf diesem Posten bis zu seiner Ablösung durch Nicolas Chapuis[11] am 9. Januar 2015. Am 25. September 2015 erfolgte seine Ernennung zum Generaldirektor für Verwaltung und Modernisierung des Campus France, eine öffentliche Einrichtung des Außenministeriums, die im Ausland Werbung für das französische Hochschulsystem betreibt. Zuletzt wurde er am 10. Mai 2016 als Nachfolger von Bruno Joubert Botschafter beim Heiligen Stuhl und bekleidete dieses Amt bis zum 10. Februar 2018, woraufhin Élisabeth Beton-Delègue[12] ihn ablöste. Am 20. Mai 2918 wurde er ferner Kommandeur des Ordre national du Mérite.

Einzelnachweise

  1. Bruno Joubert. Nominations au Journal officiel de la République française, abgerufen am 3. Dezember 2025 (englisch).
  2. Hubert Curien. Prabook, abgerufen am 3. Dezember 2025 (englisch).
  3. Christian Galliard de Lavernée. Nominations au Journal officiel de la République française, abgerufen am 3. Dezember 2025 (englisch).
  4. Pierre Soubelet. Nominations au Journal officiel de la République française, abgerufen am 3. Dezember 2025 (englisch).
  5. Alain Catta. Nominations au Journal officiel de la République française, abgerufen am 3. Dezember 2025 (englisch).
  6. Dominique de Combles de Nayves. Nominations au Journal officiel de la République française, abgerufen am 3. Dezember 2025 (englisch).
  7. René Roudaut. Nominations au Journal officiel de la République française, abgerufen am 3. Dezember 2025 (englisch).
  8. Catherine Boivineau. Nominations au Journal officiel de la République française, abgerufen am 3. Dezember 2025 (englisch).
  9. Bertrand Lortholary. Nominations au Journal officiel de la République française, abgerufen am 3. Dezember 2025 (englisch).
  10. François Delattre. Nominations au Journal officiel de la République française, abgerufen am 3. Dezember 2025 (englisch).
  11. Nicolas Chapuis. Nominations au Journal officiel de la République française, abgerufen am 3. Dezember 2025 (englisch).
  12. Élisabeth Beton-Delègue. Nominations au Journal officiel de la République française, abgerufen am 3. Dezember 2025 (englisch).