Philip S. Davidson
Philip Scot Davidson (* 24. August 1960 in Cincinnati, Hamilton County, Ohio) ist ein pensionierter Admiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der United States Sixth Fleet und des United States Indo-Pacific Command.
Im Jahr 1982 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Admiral.
Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte er unter anderem das Naval War College in Newport in Rhode Island. Er bekleidete verschiedene Aufgaben in der Marine sowohl als Offizier verschiedener Schiffe auf hoher See als auch als Stabsoffizier bei Hauptquartieren auf dem Festland. Als Seeoffizier war er unter anderem auf Fregatten, Zerstörern, Kreuzern und Flugzeugträgern stationiert. Zu seinen ersten größeren Kommandos gehörte der Oberbefehl über die Carrier Strike Group 8, den er bis zum Jahr 2011 innehatte.
Als Stabsoffizier auf dem Festland gehörte er unter anderem den Stäben der Pazifikflotte, dem Marineministerium und den Joint Chiefs of Staff an. Zwischenzeitlich gehörte er auch zu den Militärberatern des Vizepräsidenten.
Im Oktober 2013 übernahm Philip Davidson als Nachfolger von Frank Craig Pandolfe das Kommando über die sechste amerikanische Flotte. Gleichzeitig war er stellvertretender Kommandeur der United States Naval Forces Europe-Africa. Diese Ämter bekleidete er bis zum Dezember 2014, als er von James G. Foggo III abgelöst wurde. Daran schloss sich eine Versetzung zur Naval Station Norfolk in Virginia an. Am 19. Dezember 2014 übernahm er dort das Kommando über das United States Fleet Forces Command. Dabei löste er William E. Gortney in dieser Funktion ab. Davidson behielt dieses Kommando bis zum 4. Mai 2018, als Christopher W. Grady seine Nachfolge antrat.
Sein letzter militärischer Auftrag führte ihn zum Camp H. M. Smith in Hawaii. Am 30. Mai 2018 wurde er dort als Nachfolger von Harry B. Harris neuer Oberbefehlshaber des United States Indo-Pacific Commands. Nachdem er dieses Amt am 30. April 2021 an seinen Nachfolger John C. Aquilino übergeben hatte, schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.
Nach seiner Pensionierung wurde Davidson als Berater auf verschiedenen Gebieten tätig. Dazu gehörten die Verteidigung, die Infrastruktur, das Gesundheitswesen und die Energieversorgung der Vereinigten Staaten. Außerdem gehört er verschiedenen Stiftungen an. Zudem ist er Vorstandsmitglied beim Watson Institute of International and Public Affairs, das zur Brown University gehört.
Orden und Auszeichnungen
Philip Davidson erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:
- Defense Distinguished Service Medal
- Navy Distinguished Service Medal
- Defense Superior Service Medal
- Legion of Merit
- Meritorious Service Medal
- Joint Service Commendation Medal
- Navy & Marine Corps Commendation Medal
- Navy & Marine Corps Achievement Medal
- Joint Meritorious Unit Award
- Navy Unit Commendation
- Navy Meritorious Unit Commendation
- Coast Guard Meritorious Unit Commendation
- National Defense Service Medal
- Armed Forces Expeditionary Medal
- Southwest Asia Service Medal
- Global War on Terrorism Expeditionary Medal
- Global War on Terrorism Service Medal
- Kuwait Liberation Medal (Saudi-Arabient)
- Kuwait Liberation Medal (Kuwait)
Weblinks
- Davidson beim amerikanischen Verteidigungsministerium (zuletzt abgerufen am 4. Oktober 2025)
- Davidson bei der US Navy (zuletzt abgerufen am 4. Oktober 2025)
- Davidson bei MacLean Health (zuletzt abgerufen am 4. Oktober 2025)
- Artikel im Brown Daily Harold über eine Rede von Davidson (zuletzt abgerufen am 4. Oktober 2025)