Philip Holland

Sir Philip Welsby Holland (* 14. März 1917 in Northwich, Cheshire; † 2. Juni 2011) war ein britischer Politiker der Conservative Party, der unter anderem zwischen 1959 und 1964 erneut von 1966 bis 1987 Mitglied des House of Commons war.

Leben

Philip Welsby Holland, Sohn von John Holland, besuchte die Sir John Deane’s Grammar School in Northwich und diente von 1936 bis 1946 bei der Royal Air Force (RAF), für die er zwischen 1938 und 1942 im Nahen Osten stationiert war. Im Anschluss war er als Personalleiter eines Elektronikunternehmens tätig und begann sein politisches Engagement für die Conservative Party als Mitglied des Kensington Borough Council, dem er von 1955 bis 1959 angehörte.

Nachdem er für die Conservative Party bei der Unterhauswahl am 26. Mai 1955 im Wahlkreis „Birmingham Yardley“ gegen den Wahlkreisinhaber Henry Usborne[1] von der Labour Party verloren hatte, konnte er bei der darauf folgenden Unterhauswahl am 8. Oktober 1959 im Wahlkreis „Acton“ mit 19.358 Stimmen (51,2 Prozent) den amtierenden Labour-Wahlkreisinhaber Joseph Sparks[2] (18,438 Stimmen, 48,8 Prozent) knapp besiegen und wurde erstmals zum Mitglied des Unterhauses (House of Commons) gewählt. Er vertrat diesen Wahlkreis bis zu seiner Niederlage bei der Unterhauswahl am 15. Oktober 1964 als er mit 14.423 Stimmen (41,8 Prozent) an den Labour-Kandidaten Bernard Floud[3] (17.022 Stimmen, 49,3 Prozent) verlor.[4] Daneben war er im Kabinett Macmillan II sowie im Kabinett Douglas-Home als Parlamentarischer Privatsekretär tätig.

Bei der Unterhauswahl am 28. März 1966 wurde er im sicheren konservativen Wahlkreis „Carlton“ in Nottinghamshire als Nachfolger von Sir Kenneth Pickthorn[5] wieder zum Abgeordneten des House of Commons gewählt und vertrat diesen Wahlkreis bis zur Abschaffung des Wahlkreises am 9. Juni 1983.[6] Anschließend wurde er bei der Unterhauswahl am 9. Juni 1983 für den neuen Wahlkreis „Gedling“ wiedergewählt und trat bei den Unterhauswahl am 11. Juni 1987 nach 26 Jahren im Parlament des Vereinigten Königreichs nicht erneut an, woraufhin Andrew Mitchell[7] zum neuen Unterhausabgeordneten gewählt wurde.[8] Im Kabinett Heath (1970 bis 1974) fungierte er wieder als Parlamentarischer Privatsekretär und blieb danach bis zu seinem Ausscheiden aus dem Unterhaus „Hinterbänkler“ („Backbencher“). Dabei war er vor allem für seine Opposition gegen die Quasi-Autonomen Nichtregierungsorganisationen (Quangos) bekannt, für deren Reduzierung er sich hartnäckig einsetzte. Am 26. Juli 1983 wurde er für seine Verdienste als Knight Bachelor (Kt) geadelt, so dass er fortan das Prädikat „Sir“ führte.[9] Aus seiner 1943 geschlossenen Ehe mit Josephine Alma Hudson († 1999) ging ein Sohn hervor.

Veröffentlichungen

  • The Quango explosion. Public bodies and ministerial patronage, Conservative Political Centre, London 1978
  • The governance of Quangos, Adam Smith Institute, London 1981
  • St. Margaretʼs Westminster, Nuffield 1993

Einzelnachweise

  1. Henry Usborne im Hansard (englisch)
  2. Joseph Sparks im Hansard (englisch)
  3. Bernard Floud im Hansard (englisch)
  4. Constituency „Acton“. In: Hansard. Abgerufen am 13. Oktober 2025 (englisch).
  5. Sir Kenneth Pickthorn im Hansard (englisch)
  6. Constituency „Carlton“. In: Hansard. Abgerufen am 13. Oktober 2025 (englisch).
  7. Andrew Mitchell im Hansard (englisch)
  8. Constituency „Gedling“. In: Hansard. Abgerufen am 13. Oktober 2025 (englisch).
  9. Knights and Dames. In: Leigh Rayment’s Peerage (maltagenealogy.com). Abgerufen am 13. Oktober 2025 (englisch).