Pfnüselküste
Das linke Ufer des schweizerischen Zürichsees mit den Gemeinden Kilchberg, Rüschlikon, Thalwil, Oberrieden, Horgen, Wädenswil, Richterswil, Wollerau, Freienbach, Altendorf, Lachen, Wangen und Tuggen wird im Volksmund scherzhaft die Pfnüselküste (zürichdeutsch für Schnupfenküste) genannt. Die Bezeichnung hat ihren Ursprung im Vergleich zum rechten Zürichseeufer, das als Goldküste bekannt ist und wegen der Südwestlage in den Genuss von wesentlich mehr Sonne kommt, während das linke Seeufer infolge des früher auftretenden Schattens im Verdacht steht, zu vermehrten Erkältungen zu führen.
In jüngerer Zeit wird für das linke Zürichseeufer im Gegensatz zur gegenüberliegenden Goldküste auch die Bezeichnung Silberküste verwendet. Aufgrund der steigenden Attraktivität des Immobilienmarktes, einer moderaten Steuerbelastung und einer Seesicht von Zürich bis in die Glarner Alpen wird neuerdings manchmal auch der Übername Platinküste gebraucht.[1][2][3][4]
Eine weitere scherzhafte Benennung ist Stahlküste, in Anspielung darauf, dass an dieser Seite des Sees mehr Gewerbe und Industrie angesiedelt ist als an der Goldküste, die als Wohngegend der Wohlhabenden bekannt ist.
Weblinks
- SRF: Gold- und Pfnüselküste: die zwei Seiten des Zürichsees. Hörbeitrag der Länge 5:44 min, zuletzt abgerufen am 21. Juni 2024.
- Österreich 1: Schattseite des Zürichsees Die Pfnüselküste. Textbeitrag, zuletzt abgerufen am 26. Juni 2024.
Einzelnachweise
- ↑ Goldküste hat die Nase vorn ( vom 12. Juli 2013 im Webarchiv archive.today), Wirtschaftsblatt vom 20. März 2008
- ↑ Homepage der Stadt Wädenswil
- ↑ Linkes Zürichsee-Ufer wird attraktiver - HZ. Abgerufen am 8. September 2020.
- ↑ Das linke Ufer ist attraktiver als die Goldküste. In: Zürichsee-Zeitung. (zsz.ch [abgerufen am 8. September 2020]).