Pfarrkirche Hippach

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Die Pfarrkirche Hippach steht auf einem Hügel im Kirchweiler Hippach in der Gemeinde Hippach im Bezirk Schwaz im Bundesland Tirol. Die dem Patrozinium der Heiligen Ingenuinus und Albuin unterstellte römisch-katholische Pfarrkirche gehört zum Dekanat Fügen-Jenbach in der Diözese Innsbruck. Die Kirche steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).

Geschichte

Urkundlich wurde 1247 eine Kirche genannt, 1475 als Expositur. Von 1699 bis 1701 erfolgte durch Gallus Apeller ein Neubau. 1891 wurde die Kirche zur Pfarrkirche erhoben.

Architektur

Die barocke Kreuzkirche mit einem gotischen Nordturm ist von einem Friedhof umgeben. Der Turm hat gotische Schallfenster mit Maßwerk aus dem 15. Jahrhundert, er trägt einen Spitzhelm. Das Portal mit Pilastern hat einen dreieckigen Giebel. Das Kircheninnere zeigt ein dreijochiges Langhaus mit einem Querschiff mit Seitenkapellen, der zweijochige Chor hat einen Halbkreisschluss. Die Stichkappengewölbe tragen Blattzopf- und Felderstukkatur. Die Fresken schuf Josef Michael Schmutzer 1746 und Wolfram Köberl 1976, sie zeigen in den Gewölbezwickeln im Chor die Vier Evangelisten und im Langhaus das Leben Christi sowie die Heiligen Karl Borromäus, Ingenuinus und Albuin, Kassian und Virgil.

Ausstattung

Der barocke Hochaltar trägt barocke Figuren der Heiligen Josef, Ingenuin und Albuin. Der barocke linke Seitenaltar zeigt ein Bild des hl. Sebastian aus dem 19. Jahrhundert. Der barocke rechte Seitenaltar zeigt ein Bild „Anna selbdritt“ aus dem 18. Jahrhundert.

Orgel

Bei der großen Kirchenrenovierung 1970–1974 wurde als Übergangslösung die alte pneumatische durch eine elektronische Orgel ersetzt. Erst 1993 errichtete Gerhard Hradetzky[1] im historischen Orgelgehäuse von 1752 eine neue Schleifladenorgel mit mechanischer Spiel- und Registertraktur und seitlich angeordnetem Spieltisch. Die Orgel hat 939 Pfeifen in 18 Register, verteilt auf 2 Manuale und Pedal. Sie wurde am 1. Mai 1993 geweiht. Die Stimmhöhe ist 443 Hz, wobei das Diskant-Register Piffaro 8′ etwas tiefer gestimmt ist, bei a1 rund 15 cent. Somit schwebt es mit Principal 8′ z. B. als Solostimme auf dem Hauptwerk. Leider verfügt das Hauptwerk nicht über ein zartes 8′-Register, so dass die Begleitung einer Solo-Registrierung des Schwellwerks kaum möglich ist.

Disposition der Hradetzky-Orgel:
I Schwellwerk C–g3
Gedackt 8′
Gamba 8′
Violetta 4′
Quint 3′
Flageolet 2′
Cornet (ab g0) 0 135
Cimbel 113
II Hauptwerk C–g3
Principal 8′
Piffaro (ab cis1) 0 8′
Octav 4′
Flauto 4′
Superoctav 2′
Quint 113
Mixtur III 1′
Pedal C–d1
Subbass 16′
Octavbass 0 08′
Flöt'bass 04′
Posaun 08′

Literatur

  • Hippach-Schwendberg, Pfarrkirche Hll. Ingenuinus und Albuin, im Kirchweiler Hippach. In: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Tirol 1980. S. 339–340.
Commons: Pfarrkirche hll. Ingenuin und Albuin (Hippach) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.hradetzky-orgel.at/index.php/werkliste/werkliste-gerhard-hradetzky.html

Koordinaten: 47° 12′ 22,9″ N, 11° 51′ 55,6″ O