Pfarrhaus Lindow (Mark)
Das Pfarrhaus in Lindow (Mark) in der Straße des Friedens 62 wurde nach 1805 für den Sattler Grüneberg erbaut. Später war es im Besitz des Bürgermeisters Funk, von dem es 1832 die reformierte Gemeinde kaufte und als Pfarrhaus nutzte. Pfarrer war damals Edgar Nuglisch. Seit 1922 ist es Pfarrhaus der evangelischen Gemeinde.
Aufgrund seiner weitgehend unverändert bewahrten Fassade und Innenstruktur gehört das Pfarrhaus zu den anschaulichsten Zeugnissen des Wohnbaus des frühen 19. Jahrhunderts in Lindow. Durch seine Eckstellung und Lage gegenüber dem Rathaus wirkt es stadtbildprägend.
Architektur
Das Haus ist ein massiver Putzbau an der Ecke zur Grünstraße auf hohem Kellersockel. Die Fassade ist durch geschossübergreifende Quaderlisenen gegliedert. Um die Haustür und Erdgeschossfenster gibt es Putzrahmungen mit rundbogigen Abschlüssen und Schlusssteinmotiven. Die Kreuzstockfenster wurden 1961/62 erneuert. Die bauzeitliche zweiflügelige Haustür ist mit frühklassizistischem Dekor und kleiner Freitreppe versehen. Das Haus ist teilweise unterkellert (Kappengewölbe). Im Erdgeschoss befindet sich ein gerader Durchgangsflur. Hinten rechts ist eine mehrläufige bauzeitliche Haustreppe mit geschwungenem Antrittspfosten und Brettbalustergeländer. Im Erdgeschoss sind die Büro- und Gemeinderäume, im Obergeschoss die Wohnräume. Zahlreiche bauzeitliche Dielungen und Türen sind vorhanden.[1]
Das Haus steht unter Denkmalschutz.
Weblinks
- Pfarrhaus in der Denkmaldatenbank des Landes Brandenburg
Einzelnachweise
- ↑ Ulrike Schwarz und Matthias Metzler: Dankmale in Brandenburg, Landkreis Ostprignitz-Ruppin. In: Im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (Hrsg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. 1. Auflage. Band 13.2. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2003, ISBN 3-88462-191-2, S. 91.
Koordinaten: 52° 58′ 14,6″ N, 12° 59′ 15″ O