Pfarrhaus Junkernstraße 23

Das Pfarrhaus Junkernstraße 23 in der niedersächsischen Gemeinde Südheide, Ortschaft Hermannsburg, im Landkreis Celle, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut. Aktuell (2025) wird es zum Wohnen und als Teil des Gemeindezentrums der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) genutzt.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Südheide (Gemeinde)).

Geschichte und Beschreibung

Hermannsburg wurde 1059 als Heremannesburc erstmals schriftlich erwähnt. Eine erste kleine Missionskirche wurde wohl um 850 errichtet. Sie brannte 955 ab und 970 entstand ein romanischer Kirchenbau. Auch der brannte ab und ein gotischer Kirchenbau entstand 1450, der 1956/1959 vergrößert wurde. Die selbständige ev.-Luth. Große Kreuzkirchengemeinde wurde 1878 gegründet, nachdem sich ihre Mitglieder von der Landeskirche Hannover im Streit getrennt hatten. Das Pfarrhaus wurde deshalb nordwestlich von der Großen Kreuzkirche von 1878/79 gebaut.

Das eingeschossige, traufständige Pfarrhaus in Vierständer-Fachwerk mit Ausfachungen in Stein und geschosshohen Streben, mit ziegelgedecktem Krüppelwalmdach sowie mit dem straßenseitigen mittigen Dachhaus mit Satteldach, wurde um 1880 gebaut. Die Fassaden erhielten zur Nord- und Westseite eine vertikale Holzverbretterung und zur Straße ein Profilband mit einer Inschrift.

Das niedersächsische Landesdenkmalamt bezeichnete das Gebäude als „zeittypisches Zeugnis der Architektur in der zweiten Hälfte des 19. Jh.“.[1]

Einzelnachweise

  1. Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen

Koordinaten: 52° 50′ 9,5″ N, 10° 5′ 17,9″ O