Petter-C.G.-Sundt-Klasse
| Inge Steensland
| ||||||||||||||||
| ||||||||||||||||
| ||||||||||||||||
| ||||||||||||||||
| ||||||||||||||||
| ||||||||||||||||
Die Petter-C.G.-Sundt-Klasse ist eine Klasse von Rettungsbooten der norwegischen Seenotrettungsorganisation Redningsselskapet.[1]
Geschichte
Die Rettungsbootklasse wurde vom Unternehmen Amble & Stokke in Zusammenarbeit mit der Seenotrettungsorganisation entworfen. Sie wurden zwischen 2006 und 2020 in mehreren Baulosen auf der schwedischen Werft Swede Ship Marine gebaut. Die mit festangestellten Mitarbeitern des Redningsselskapet besetzten Boote sind an verschiedenen Orten entlang der norwegischen Küste stationiert. Die Besatzungsstärke besteht aus drei Personen.
Beschreibung
Die Boote werden von zwei Scania-Dieselmotoren des Typs D16 mit jeweils 736 kW Leistung angetrieben. Die Motoren wirken über Untersetzungsgetriebe auf zwei Wasserstrahlantriebe. Die Boote erreichen eine Geschwindigkeit von 39 kn bei den ersten vier gebauten Einheiten und von 42 kn bei den Folgebauten. Die Boote sind mit einem Bugstrahlruder ausgestattet. Für die Stromerzeugung stehen zwei Dieselgeneratorsätze zur Verfügung.[2][3]
Im Rumpf ist im vorderen Bereich ein Aufenthaltsraum eingerichtet. Hier befindet sich auch ein Sanitärbereich. Dahinter befinden sich technische Betriebsräume und eine Werkstatt sowie der Maschinenraum im hinteren Bereich des Rumpfes. Im Steuerhaus befinden sich unter anderem vier Sitzplätze für die Besatzung.
Die Boote sind mit einem Beiboot ausgerüstet, mit dem beispielsweise im Wasser treibende Personen gerettet werden können. Sie verfügen auf dem Achterdeck über einen Kran, der 1,2 t heben kann. Mit dem Kran kann auch das Beiboot ins Wasser gesetzt bzw. wieder an Bord geholt werden. Die Boote sind mit einem Feuerlöschmonitor mit einer Kapazität von 1000 l/min zur Brandbekämpfung ausgestattet. Der Pfahlzug der Boote beträgt 5,2 t bei den ersten vier Booten und 5,5 t bei den Folgebauten. Die Reichweite der Boote beträgt rund 350 Seemeilen bei den ersten vier Booten und rund 400 Seemeilen bei den Folgebauten.[2][3]
Boote
| Petter-C.G.-Sundt-Klasse | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bauname | Baunummer | Kennung | Kiellegung Ablieferung |
Station[4] | Umbenennungen und Verbleib |
| Sundt Flyer | 427 | RS 138 | 27. Oktober 2006 26. Juni 2007 |
Svolvær | |
| Horn Flyer | 439 | RS 142 | September 2008 8. Mai 2009 |
Fillan | |
| Stormbull | 440 | RS 146 | November 2008 10. September 2009 |
Stavern | |
| Inge Steensland | 441 | RS 147 | März 2009 14. Januar 2010 |
Arendal | |
| Horn Rescue | 469 | RS 160 | September 2014 19. Mai 2015 |
Haugesund | |
| Klaveness Marine | 490 | RS 162 | Januar 2016 10. Juni 2016 |
Skjervøy | |
| Kristian Gerhard Jebsen II | 492 | RS 163 | Mai 2016 10. Februar 2017 |
Bergen | |
| Ivar Formo | 500 | RS 171 | 26. Juni 2020 |
Oscarsborg (Drøbak) | |
| Ragnar Stoud Platou | 507 | RS 172 | März 2020 18. Dezember 2020 |
– | Reserve |
Die Boote sind größtenteils in Oslo registriert. Die Kristian Gerhard Jebsen II ist in Bergen registriert.
Weblinks
- 17 m Fast Rescue Vessel, Swede Ship Marine
- Datenblatt, Swede Ship Marine (PDF, 4,3 MB)
Einzelnachweise
- ↑ Skøyteklassene, Redningsselskapet. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ a b RS 138 Sundt Flyer, Redningsselskapet. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ a b RS 160 Horn Rescue, Redningsselskapet. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ Redningsskøyter og stasjoner, Redningsselskapet. Abgerufen am 5. Dezember 2025.