Peter Reifenberg (Theologe)
Peter Reifenberg (* 6. Dezember 1956 in Worms) ist ein deutscher römisch-katholischer Theologe.
Leben
Riefenberg wirkte als Schüler und Student von 1972 bis 1984 als Organist in der Klosterkirche St. Paulus der Dominikaner in Worms. Von 1974 bis 1977 war er auch stellvertretender Organist am Wormser Dom. Er studierte nach dem Abitur von 1976 bis 1982 Philosophie und katholische Theologie an der Universität Mainz und an der Universität des Burgund in Dijon. 1983 absolvierte er ein weiteres Auslandsstudium an der Sorbonne und am Institut Catholique de Paris. Er schloss das Studium mit dem zweiten Staatsexamen für Lehrer und als Diplom-Theologe ab.
Reifenberg gab ab 1982 mit zeitlichen Unterbrechungen Religionsunterricht an den Wormser Gymnasien. 1986 wurde er Fachleiter für katholische Religion und Ethik am Gauß-Gymnasium Worms. 1988 erfolgte die Ernennung zum Studienrat im Kirchendienst. 1990 wurde Reifenberg zum Oberstudienrat ernannt und zum Studienleiter des Bildungszentrums Erbacher Hof in Mainz berufen. 1998 wurde er stellvertretender Leiter und 2001 schließlich Direktor der Akademie. Er leitete die Akademie bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2022.
1991 wurde er bei Johannes Reiter an der Universität Mainz promoviert. Er ist Dozent am Theologischen Institut der Universität Mannheim, an der Katholischen Hochschule Mainz und am Philosophischen Seminar der Mainzer Universität. 2001 wurde er bei Eberhard Schockenhoff und Hansjürgen Verweyen an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg habilitiert. 2005 wurde er zum außerplanmäßigen Professor der Moraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Freiburg ernannt.
Er ist seit 1983 mit Cornelia Reifenberg verheiratet und hat zwei Söhne.[1]
Schriften (Auswahl)
- Situationsethik aus dem Glauben. Leben und Denken Ernst Michels (1889–1964) (= Moraltheologische Studien. Systematische Abteilung. Band 17). EOS-Verlag, Sankt Ottilien 1992, ISBN 3-88096-467-X (zugleich Dissertation, Mainz 1991).
- (Hrsg.): Gott, das bleibende Geheimnis. Festschrift für Walter Seidel zum 70. Geburtstag. Echter, Würzburg 1996, ISBN 3-429-01780-7.
- (Hrsg.): Licht aus dem Ursprung. kirchliche Gemeinschaft auf dem Weg ins 3. Jahrtausend. Echter, Würzburg 1996, ISBN 3-429-01924-9.
- Verantwortung aus der Letztbestimmung. Maurice Blondels Ansatz zu einer Logik des sittlichen Lebens (= Freiburger theologische Studien. Band 166). Herder, Freiburg im Breisgau/Basel/Wien 2002, ISBN 3-451-27491-4 (zugleich Habilitationsschrift, Freiburg im Breisgau 2001).
- mit Karl Kardinal Lehmann (Hrsg.): Zeuge des Wortes Gottes. Hermann Kardinal Volk. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 2004, ISBN 3-7867-2552-7.
- mit Albert Raffelt (Hrsg.): Universalgenie Blaise Pascal. Eine Einführung in sein Denken. Echter, Würzburg 2011, ISBN 978-3-429-03299-9.
- als Herausgeber mit Ralf Rothenbusch: Mut – Gelassenheit – Weisheit. Impulse aus Philosophie und Theologie (= Quaestiones disputatae. Band 266). Verlag Karl Alber, Freiburg im Breisgau/München 2017, ISBN 3-495-48991-6.
Einzelnachweise
- ↑ Bischof Kohlgraf würdigt Professor Reifenberg. In: bistummainz.de. Abgerufen am 21. Dezember 2025.