Peter Rückbrodt

Peter Rückbrodt (* 17. August 1938 in Lugknitz; † 15. Februar 2003 in Hannover) war ein Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr.

Leben

Rückbrodt absolvierte das Abitur in Weißwasser/Oberlausitz in der damaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und floh später nach West-Berlin, wo er die Ergänzungsprüfung zum DDR-Abitur absolvierte. Am 16. April 1958 trat er beim Panzergrenadierbataillon 3 in Hamburg in die Bundeswehr ein, war von 1962 bis 1964 Zugführer, Truppenfernmeldeoffizier und Offizier für Planung, Ausbildung und Organisation (S 3) im Panzergrenadierbataillon 293 in Immendingen und von 1964 bis 1969 Kompaniechef einer Panzergrenadierkompanie sowie einer Stabs- und Versorgungskompanie im Panzergrenadierbataillon 302 in Ellwangen (Jagst).

Von 1969 bis 1971 absolvierte Rückbrodt den 12. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde. Anschließend war er bis 1974 Referent im Referat 2 der Stabsabteilung III im Führungsstab der Streitkräfte (Fü S III 2) im Bundesministerium der Verteidigung auf der Hardthöhe in Bonn und von 1974 bis 1977 Generalstabsoffizier für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) im Stab der Jägerbrigade 11 in Bogen. Von 1977 bis 1978 war er Bataillonskommandeur des Panzergrenadierbataillons 323 in Schwanewede, von 1978 bis 1980 G 3 Planung/Übungen im Stab des I. Korps in Münster und nahm von 1979 bis 1980 am Lehrgang am NATO Defense College in Rom teil.

Von 1980 bis 1985 war Rückbrodt G 3 und National Military Representative (Deutscher Dienstältester Offizier) und Stabsoffizier beim Chef des Stabes des Supreme Headquarters Allied Powers Europe der NATO in Mons in Belgien. Anschließend war er vom April 1985 bis März 1991 Brigadekommandeur der Panzerbrigade 2 in Braunschweig, von April 1991 bis März 1994 stellvertretender Divisionskommandeur der 1. Panzerdivision in Hannover und nach deren Fusionierung mit dem Wehrbereichskommando II zugleich stellvertretender Befehlshaber im Wehrbereich II. Mit Ablauf des September 1998 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Rückbrodt war verheiratet und hatte einen Sohn. Er starb 2003.[1]

Schriften

  • Die Invasion in der Normandie 1944. Operative Lehren und Probleme. In: Europäische Wehrkunde. Band 26, Nr. 2, 1977, S. 85–92.
  • Die Invasion in der Normandie. Überraschung und Täuschung der deutschen militärischen Führung? In: Europäische Wehrkunde. Band 27, Nr. 6, 1978, S. 190–191.

Siehe auch

Literatur

  • Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1997. 11. Auflage. Bernard & Graefe, Bonn 1997, ISBN 3-7637-5970-0, S. 109.

Einzelnachweise

  1. Traueranzeige Peter Rückbrodt. In: doolia.de. Abgerufen am 22. Dezember 2025.