Peter Oster
Peter Oster (* 25. Juni 1946 in Frankfurt-Höchst; † Januar 2026[1]) war ein deutscher Geriater. Er war bis zu seiner Pensionierung Ärztlicher Direktor des Bethanien-Krankenhauses in Heidelberg.
Leben und Wirken
Peter Oster studierte Medizin in Heidelberg. Die ärztlichen Tätigkeiten führten ihn nach Berlin, Heidelberg und Bern. Er habilitierte sich mit pharmakologischen Aspekten experimenteller Hypertonieforschung, von Fettstoffwechsel und Ernährung. Ab 1981 war er am Bethanien-Krankenhaus, Geriatrisches Zentrum der Universität Heidelberg tätig, wo er ab 1999 Ärztlicher Direktor war. Forschungsschwerpunkte waren unter anderem Kraft- und Koordinationstrainings für geriatrische Patienten, insbesondere auch für kognitiv eingeschränkte Personen. Unter seiner Leitung wurde die erste „Geriatrisch-Internistische Station für akut erkrankte Demenzpatienten“ (GISAD) in Deutschland eröffnet, ein von anderen Krankenhäusern mehrfach übernommenes Modellprojekt zur Behandlung verwirrter, weglaufgefährdeter Menschen, um Ruhigstellung mit Psychopharmaka möglichst zu verhindern.[2] 2011 erhielt er für sein Lebenswerk den renommiertesten Preis für Altersmedizin, den Ignatius-Nascher-Preis.[3]
Ehrungen und Auszeichnungen
- 1981: Max-Rubner-Preis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung[4]
- 2011: Ignatius-Nascher-Preis der Stadt Wien[5]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Michael Denkinger: DGG trauert um Prof. Peter Oster. Deutsche Gesellschaft für Geriatrie, 9. Januar 2026, abgerufen am 16. Januar 2026.
- ↑ Ingeborg Bördlein: Wohnzimmer-Atmosphäre beruhigt demenzkranke Patienten. In: ÄrzteZeitung. 14. April 2010, abgerufen am 16. Januar 2026.
- ↑ PM von Agaplesion (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF-Datei; 90 kB)
- ↑ Deutsche Gesellschaft für Geriatrie e.V. ( vom 9. Juni 2007 im Internet Archive)
- ↑ Springermedizin.at ( vom 5. März 2016 im Internet Archive)