Peter Kersten (Designer)
Peter Kersten (* 6. Oktober 1937 in Berlin) ist ein deutscher Industriedesigner, Fotografiker und Fotograf.
Leben und Werk
Kersten absolvierte von 1952 bis 1954 eine Lehre als Maurer. Dann studierte er 1956/1957 an der Ingenieurschule für Bauwesen Neustrelitz, von 1957 bis 1961 bei Rudi Högner an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst, der späteren Kunsthochschule Berlin-Weißensee, und von 1961 bis 1963 bei Werner Glasenapp im Fach Industriedesign an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen. 1963/1964 arbeitete er als Designer bei Philips in Krefeld und 1965/1966 in Karl-Marx-Stadt bei der Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) Eisen-, Blech- und Metallwaren. Als einer der ersten Studenten absolvierte er an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein (HSH) ein externes Studium zum Diplom-Formgestalter. Ab 1966 war er an der HSH Formgestalter und in der Lehre tätig, von 1972 bis 1981 als Lehrer im Hochschuldienst. Einer seiner Schüler war Peter Schliebner. Ab 1975 gehörte er an der Sektion Produkt – und Umweltgestaltung im Bereich der materiellen Produktion mit Gerhard Bieber (* 1944), Georg Böttcher (* 1940), Johannes Langenhagen und Hartmut Voigt (* 1950) der Gruppe Forschung und Entwicklung an, die zur Verstärkung der Verbindung zur Industrie gebildet wurde.[1]
Von 1974 bis 1979 machte Kersten bei Horst Thorau ein Fernstudium für Fotografik an der Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig. Von 1981 bis 1985 war er Fotograf und Leiter der Abteilung Werbung am Landestheater Halle. Danach arbeitete er bis 1991 in Halle (Saale) freischaffend als Fotograf und Grafikdesigner. Von 1991 bis 1994 war er Fotograf und Werbeleiter am neuen theater Halle und von 1994 bis 1998 Werbeleiter am Schauspielhaus Leipzig. Seitdem lebt und arbeitet er freischaffend in Wettin-Löbejün.
Mitgliedschaften
- bis 1990: Verband Bildender Künstler der DDR
- Hallescher Kunstverein
Ausstellungen (unvollständig)
Einzelausstellungen
- 1986: Halle
- 1990: Salzgitter, Stadtbibliothek („Konstanze Göbel, Reinhard Hentze, Peter Kersten. Drei Fotografen aus Halle a. d. Saale“)
- 1997/1998: Halle, Foyer-Galerie im Opernhaus ("Peter Kersten – Fotografie 1975–1997")
- 2016: Halle, Kleine Galerie des Halleschen Kunstvereins („Peter Kersten. Wettin-Löbejün. Fotografie“)[2]
- 2025: Halle, Zeitkunstgalerie („Peter Kersten – Fotografie VERGESSEN? (Halle/Saale 1969–1990)“)[3]
Teilnahme an Gruppenausstellungen
- 1974 und 1979: Halle, Bezirkskunstausstellung
- 1972 bis 1983: Dresden, VII. bis IX. Kunstausstellung der DDR
- 2006: Halle, Kunsthalle Villa Kobe (”ExHallensis”)
- 2011: Halle, Kunstforum Halle (EXHALLENSIS II. Menschenfotografie“)
Literatur
- Heinz Hirdina: Gestalten für die Serie. Design in der DDR. 1949 – 1985. Verlag der Kunst, Dresden, 1988, S. 380
- Landeskünstlerkatalog Sachsen-Anhalt. 1994, S. 232
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 428
- Vergessen? Halle (Saale) 1969 – 1990. Projekte-Verlag Cornelius, 2013; ISBN 978-3-95486-376-1 (Bildband zur Ausstellung)
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Bieber, Kersten et al.: Potential für Praxis und Lehre. In: Form + Zweck, Berlin, 2/1982, S. 37
- ↑ 2016 Peter Kersten - Hallescher Kunstverein e. V. Abgerufen am 30. Dezember 2025.
- ↑ Zeitkunstgalerie Halle zeigt neue Ausstellung: „Peter Kersten – Fotografie VERGESSEN? (Halle/Saale 1969–1990)“ – Du bist Halle. 8. Mai 2021, abgerufen am 30. Dezember 2025.