Peter Hujar’s Day

Film
Titel Peter Hujar’s Day
Produktionsland USA, Deutschland
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 76 Minuten
Stab
Regie Ira Sachs
Drehbuch Ira Sachs
Produktion Jordan Drake, Jonah Disend
Kamera Alex Ashe
Schnitt Affonso Gonçalves
Besetzung

Peter Hujar’s Day ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Ira Sachs aus dem Jahr 2025. Das Drama basiert auf dem gleichnamigen biografischen Buch der Autorin Linda Rosenkrantz über ihr Zusammentreffen mit dem Fotografen Peter Hujar (1934–1987). Die Hauptrollen übernahmen Ben Whishaw und Rebecca Hall. Das Werk wurde am 27. Januar 2025 im Rahmen des Sundance Film Festivals uraufgeführt. In Deutschland wird Peter Hujar’s Day einen Monat später im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) und kommt im November 2025 in die deutschen Kinos.

Handlung

New York City an einem Dezembertag im Jahr 1974: Peter Hujar sucht die Autorin Linda Rosenkrantz in ihrem Apartment in der 94th Street auf. Er hat sich bereiterklärt, ihr für ein Kunstprojekt minutiös alles zu protokollieren, was er am 18. Dezember gemacht hat. Das Transcript des Gesprächs war die Vorlage für den Film.[1] Hujar und Rosenkrantz sind gut befreundet und vertraut miteinander, das Gespräch über Hujars 18. Dezember wird zu einem intimen Dialog, in dem viele prominente Personen der New Yorker Kunstszene Erwähnung finden.

Veröffentlichung

Peter Hujar’s Day wurde am 27. Januar 2025 beim 41. Sundance Film Festival uraufgeführt. Dort war das Werk in die Sektion Premieres eingeladen worden.[1] Einen Monat später erlebte Sachs’ Film im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin in der Sektion Panorama seine Europa-Premiere.[2] Der Verleih Salzgeber bringt den Film am 6. November 2025 in die deutschen Kinos.[3]

Rezensionen

Christian Horn schreibt im Sissy Magazin über das besondere Drehformat, das körnige, analoge 16-mm-Filmformat, das das plastische Bild der New Yorker Kunstszene Mitte der 1970er Jahre unterstützt. „Hier und da fallen prominente Namen wie Allen Ginsberg oder William S. Burroughs, mit denen Hujar als Fotograf kollaboriert hat. Noch prägender für den Film ist allerdings die vertraute Intimität, mit der er die Freundschaft zwischen Linda Rosenkrantz und Peter Hujar darstellt: wie die beiden gemeinsam lachen, auch mal lästern und tratschen, nebeneinander liegen, Beiläufiges und Essenzielles bereden.“[4]

Hilka Dirks schreibt in der taz: „Statt die Konsequenz des zugrundeliegenden Projekts zu Ende zu denken, hat Sachs ein nostalgisch-gefälliges Werk vorgelegt, das Verherrlichung und Vorurteil gegenüber der New Yorker Downtown-Szene gleichermaßen nährt. Dabei läge der eigentliche Gewinn des Films – statt in einer weiteren Fütterung des Mythos – in der schlichten Erkenntnis, dass man selbst stets der Mittelpunkt des eigenen, selbstverständlichen und sehr endlichen Seins ist.“[5]

Literatur

  • Linda Rosenkrantz: Peter Hujar’s Day. Montreal : Magic Hour Press, 2021. – ISBN 978-1-63944-267-6.

Einzelnachweise

  1. a b Peter Hujar’s Day. In: festival.sundance.org (abgerufen am 11. Dezember 2024).
  2. Peter Hujar’s Day. In: berlinale.de (abgerufen am 17. Dezember 2024).
  3. Peter Hujar's Day / Salzgeber. Abgerufen am 6. November 2025.
  4. Christian Horn: Peter Hujar’s Day – sissy. In: Sissymag.de. 6. November 2025, abgerufen am 6. November 2025.
  5. Hilka Dirks: Film über Fotograf Peter Hujar: Vom Vergeuden eines verschwendeten Tages. In: Die Tageszeitung: taz. 5. November 2025, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 6. November 2025]).